Ach watt, Leben!

Affenhirn auf Toast

Keine besonderen Gedanken heute. Nur eine Visualisierung dessen, was sich in meinem Kopf abspielt, wenn ich mal wieder zu meditieren versuche. Der Affe kann einem ganz schön auf den Wecker fallen.

Er sorgt nicht immer für „Banana!!!“-Gedanken. Es kann auch „muss noch einkaufen“, „regnets heute Abend – ich will doch Fahrradfahren“ oder „From a battle I’ve come to a battle I ride, blazing up to the sky, chains of fate hold a fiery stride, I’ll see you again when I die …” sein. Metal-Monkey ist am lautesten. Der blöde Affe. (Über den „Prinzen-Songs-Monkey“ mag ich gar nicht erst reden … Peinlich, peinlich, was sich da im Stammhirn niedergeschlagen hat)

Üben. Einfach loslassen, weitermachen. Üben.

Außerdem: Meine Sommershorts sind angekommen. Ich hätte auf die Bewertungen hören sollen, die eine Größe kleiner empfohlen haben. Vanity-Sizing ist echt ein Problem. Wie soll man sich an etwas halten können, wenn Jeansgröße 29 manchmal riesig und manchmal richtig ist? Ich meine – Inches sind Inches sind Inches … oder nicht?

Egal, im Sommer freut man sich über luftige Klamotten und ich kann einen Gürtel drauf anziehen. Außerdem mag ich zwar Bundweite 29 haben – aber meine Oberschenkel sind immer noch echt breit, die vertragen ein bisschen mehr Platz.

Zur Zeit sind Shorts aber sowieso noch ungeeignet. Statt dessen stehe ich vor der Herausforderung, morgen für’s Geburtstags-Schokofrühstück der Waldnymphe mit den Freunden nicht over- und gleichzeitig (keine Gelegenheit zum Umziehen) für das Essengehen mit Schwiegers1 am Abend nicht underdressed zu sein … Schwierig! Wird wohl Rock statt Kleid. Hoffentlich letzte Gelegenheit für die Winterstiefel.

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Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training, Weniger

Kreative Wertarbeit

Simulierte_Torte

Das Motiv für die Geburtstagstorte zu zeichnen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Was auch daran gelegen haben mag, dass mich unser Export im Zehnminutentakt mit Anfragen zugebombt hat, so dass ich doch recht zügig sehr, sehr viel Bedürfnis nach niedlicher Gewalttätigkeit entwickelt habe. Und was symbolisiert besser putzige Tödlichkeit als ein Hello Kitty Space Marine? Eben. We have purpose!

Das Ergebnis ging als JPEG an die Waldnymphe, die nun – wie jedes Jahr – den Auftrag an die Bäckerei gibt, damit am Freitag eine Motivtorte bei ihr auf der Arbeit stehen und sie ihre Kollegen damit beglücken kann. Ich habe die Torte hier mal simuliert und nun immens Bock auf Sahne und Buttercreme.

Was ich bleiben lassen sollte. Denn zwar hat das neue Kleid in S prima gepasst und die Leggins in M sind sehr schlabberig (nächstes Mal auch in S bestellen) – aber man sieht doch recht deutlich, dass ich eine ganz schöne Plauze entwickelt habe. Mehr Fett plus mehr Muskeln ist eine ungute Mischung. Aber – bekomme ich in den Griff. Nicht heute und vielleicht nicht nächste Woche, aber in einem Monat oder in zwei. Ich will gelassen sein. Mir selbst vergeben. Mich annehmen. Die Realität und den Ist-Zustand akzeptieren und dann mit meinen Möglichkeiten ändern.

Da mich die Frühlings-Lauf-Premiere im Heilungsprozess des Fußes erst einmal wieder nach hinten geworfen hat (wer hätte das auch ahnen können!), mache ich schon wieder Sportpause. Nur Crunches, Squats und Glute Bridge (da gibt es ja eine Menge schöner Varianten, bei denen man den Fernseher zumindest hören kann). Ich komme mir vor als sei ich mindestens siebzig, mit meinen ganzen Wehwehchen, die mich ständig in den Seilen hängen lassen.

Heute gibt es die letzte Portion Topinambur und ich bin wirklich entschlossen, das öfter zu essen. Bekommt man leider nur selten. Aber das gilt eigentlich für alles außer dem Standardgemüse. Der Lidl hat immer noch keine Rüben jenseits der Gelbe- und sogar im Hipster-Rewe in Heidelberg gab es nur Steckrüben als special event. Dafür hatten die dann keinen Topinambur. Schon ärgerlich. Irgendwie scheint unsere Gegend eine echte Gemüsewüste zu sein. Im Rest von Deutschland gibt es überall seltsame Rüben und bizarres Wurzelgemüse (was wohl zu großen Teilen identisch ist?) … nur bei uns herrschen mit eiserner Faust Gelberübe-Kartoffel-Kohlrabi-Zucchini-Tomaten-Paprika-Fenchel-Aubergine-Blumenkohl-Brokkoli-Salat-Süßkartoffel-Lauch-Zwiebel. Okay, das ist schon eine schöne Auswahl. Ich quengle ja auf hohem Niveau. Morgen gibt es Brokkoli-Lauch-Paprika-Tomaten-Salat-Gedöhns. Das ist auch seltsam. Und lecker.

Ach watt, Leben!, Weniger

Vermutlich die falsche Sorte Motivation

Ich habe mir gestern bei EMP ein Kleid in S bestellt. S ist ja eigentlich schon meine Größe, auch wenn ich dafür häufig eine zu sanduhrige Figur habe. Die Brüste sind zwar zum Glück kleiner geworden, aber ich brauche immer noch D, was sich zusammen mit meinen Thunderthighs und der dank der vielen Crunches (oder Genetik) recht schmalen Taille doch zu einer Problemfigur auswächst. Soll heißen: Ob mir S passt, hängt vom Zufall ab. Ich bin klein genug dafür aber oft zu …. dreidimensional. Freundlich gesagt.

Derzeit mit dem zusätzlichen Haken, dass ich fünf Kilo mehr als noch vor einem Vierteljahr habe. Wobei … Haken … nein. Ich habe es sehr bewusst getan. Das S-Kaufen. Denn wenn mir das schöne Kleid nun nicht passt, habe ich mehr Grund, wieder ins Abnehmen zu kommen. Nicht, dass ich mehr Grund bräuchte! Zehn Kilo müssen/sollen/will ich weg, da hilft nix. Aber ich brauche das richtige Mindset. Den richtigen Anstoß. Die richtige innere Ruhe. Der Ansporn, das Kleid tragen zu können, hilft vielleicht.

Ein anderes Kleid, das ich sehr gerne gehabt hätte, gab es nur noch in XL und 5XL. Käme das Zeug direkt aus China, würde ich mein Glück mit XL eventuell versuchen und schlimmstenfalls abnähen lassen. Aber Euro-XL dürfte zu weit jenseits sein. Von 5XL ganz zu schweigen.

Außerdem habe ich mir ein Paar hübsche Leggins für Frühling/Sommer und eine Cap fürs Radfahren geleistet. Die Cap ist wirklich notwendig. Irgendwann letztes Jahr habe ich meine alte Cap verloren und weil ich immer wieder vergessen habe, mir eine neue zu kaufen, hatte ich regelmäßig montags Sonnenbrand auf Stirn und Nase.

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Es muss endlich Frühling werden. Ich freue mich so aufs Radfahren! Und an irgendeinem Samstagmorgen werde ich es auch schaffen, die Brücke über den Rhein zu überqueren, bei der ich letztes Jahr dank Panikattacke noch auf halber Strecke umdrehen musste. Ich werde dafür zwar erst einmal eine meiner Chill-Pills nehmen müssen – aber die sind ja die Stützräder, die man am Anfang eben braucht. Damit es mir egal sein kann, wenn zwanzig Zentimeter links von mir die LKW mit achtzig die Brücke zum Vibrieren bringen. Und dass es dreißig Zentimeter rechts von mir, nur durch ein durchsichtiges Geländer abgetrennt, zwanzig Meter bis zum Rhein runtergeht. Ich vermute mal, dass solche Bedingungen auch Menschen ohne Angststörung zum Schwitzen bringen können. Da seien mir ein paar Pillchen sicherlich gegönnt!

Ja, Frühling. Wenn das Schmelzwasser den großen Fluss aus seinem Bett holt und man auf der Insel das Gras unter einem halben Meter Flut wedeln sieht. Wenn die Köpfe von Blumen aus einem neu entstandenen See ragen, der drei Tage später nicht mehr da ist. Wenn man sehr schnell radfährt, damit die Schnakenhorden einen nicht anfallen … Ich freu mich darauf!