Jogging

Soooo sensibel!

Die Waldnymphe kommt bald zurück, deshalb gab’s ein Bild von Rhys, der sich freut, dass Jamie wieder da ist!

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich, seit ich Sport mache und abgenommen habe, unglaublich fragil geworden bin. Genau das Gegenteil von dem, was ich erreichen wollte. Und natürlich auch nur eine „gefühlte“ Sache, denn die harten Fakten sagen, dass ich seltener krank bin, mein Blutdruck sich normalisiert hat, Haut und Haare so viel schöner geworden sind, ich mit weniger Schlaf viel ausgeruhter bin und meine mentalen Probleme deutlich besser zu händeln sind.

Aber gefühlt … gefühlt belauere ich mich selbst, habe ständig Schmerzen, wird jedes kurze Vertreten auf seine Langzeitfolgen hin analysiert. Gestern beim Laufen habe ich es geschafft, bis Kilometer vier mein Knie völlig zu vergessen (nicht, dass es wehgetan hätte! Aber man muss es beobachten. Ständig!) – aber dann tat mir plötzlich die linke Fußsohle weh! Was sollte ich tun? Ich hoffte auf geschlossene Bahnschranken, um eine Minute Erholung zu bekommen. Aber die Deutsche Bahn tat mir keinen Gefallen und einfach so mitten auf freier Strecke langsamer zu werden, nur weil etwas wehtut …? Wo kämen wir da hin! Also habe ich es weggelaufen und dabei konstante Horrorvorstellungen darüber, was die Schonhaltung mit meinem Knie anrichten wird, vor Augen gehabt. Schon amüsant – Voller Hypochondermodus aber bei weitem nicht genug, um eine Handlungsaufforderung zu provozieren.

Ende vom Lied war, dass der Schmerz – wie immer – nach ein paar hundert Metern wieder weg war und dies mein Knie nicht im Geringsten gejuckt hat. Allerdings hat die Schonhaltung mir einen kleinen, sehr lokalen Muskelkater im Oberschenkel eingebracht. Trotz Schleimrollen. Trotz Wechselduschen. Trotz Durchblutungsbürsten.

Macht nichts, da ich heute sowieso einen Ruhetag einlegen werde. Erstens, weil mir das Kühlschrankbüro eine kleine Erkältung beschert hat, die ich nicht ausbrechen lassen möchte und Zweitens weil der landwirtschaftliche Wetterdienst für meine Joggingstrecke heute zu meiner Laufzeit zu 90% Regen vorhersagt (ja, der landwirtschaftliche Wetterdienst ist so genau, dass er bis auf Parzelle herunter Vorhersagen gibt!). Dann wird die Zeit eben genutzt, um im Prollo-Kaufland eine Klinikpackung Handkäse zu erwerben (falls sie welchen haben. Der ist sehr oft ausverkauft. Der Einkäufer dort ist wirklich nicht sehr gut) und auf die Post zu gehen.

Dafür liegt morgen die Regenwahrscheinlichkeit um sechs Uhr morgens nur bei einem Prozent. Das klingt doch nach einem Morgenlauf! Dann hat’s hoffentlich auch bessere Temperaturen. Die schwüle Hitze der letzten zwei Tage hat das Laufen nicht wirklich angenehm gemacht.

Und morgen Mittag geht’s zur Waldnymphe! Die kommt nämlich morgen ganz früh wieder aus dem Land der Bacon Pancakes nach Hause. Viel wird dank Jetlag wohl nicht mit ihr anzufangen sein, aber ein bisschen erzählen und zusammen kochen ist bestimmt drin.

Gar nicht zu reden davon, dass heute ein-Eimer-Eis-für-mich-Tag ist! Wird das Gemüse und den Handkäse gar prächtig abrunden. Dazu ein paar Folgen Two Broke Girls und der Abend ist perfekt.

Makros, Ernährungsformen, werd‘-ich-etwa-vegan und Laufen

Relaxing after the fight
Ich bekomme derzeit zu wenig Eiweiß. Ich dümple zwischen 80 und 120 Gramm herum. Letzteres ist mehr als prima, weil es mehr als zwei Gramm pro Kilo Körpergewicht entspricht, ersteres ist mit knapp 1,4 eher am „meh“-Ende der Skala und leider häufiger. Abgenommen habe ich mit Low Carb High Protein. Ich habe am Fett gespart und tue das auch noch heute. Mehr oder weniger. Denn meine Makrozusammensetzung hat sich immer mehr verschoben und ich bin jetzt bei 40/35/25. 40 % Kohlenhydrate (zu 90 % aus Gemüse), 35 % Protein und 25 % Fett. Damit komme ich prinzipiell ganz gut klar, da ich immer noch Volumen essen möchte/muss, um mich gut gesättigt zu fühlen.

Aber die ganze letzte Woche hatte ich Hunger. Viel mehr als sonst. Wobei „die ganze Woche“ sehr übertrieben ist. Eigentlich nur morgens. Natürlich ist da auch fehlinterpretiertes Durstgefühl dabei, das sich nach einer Tasse Wasser und einer Tasse Kaffeedarsteller wieder legt … aber trotzdem hatte ich auch danach noch deutlich mehr Hunger bis zum Ende des Fastenfensters. Von 13 bis 22 Uhr habe ich keinen Hunger. Ich habe sogar mehrfach meinen Kaffee nach dem Abendessen weggelassen. Aber morgens bis 13 Uhr – das kann im Moment grade sehr lang werden.

Mag daran liegen, dass ich wegen der Sparaktion im Defizit liege und mein Körper sich gerade so komfortabel im Gesamtumsatz eingerichtet hatte. Also reiner Protesthunger. Aber ebenso kann es sein, dass ich vielleicht an der Makroverteilung schrauben sollte. Ich werde mir mal wieder ein paar Rollen Handkäse in den Kühlschrank packen. Die schlagen eiweißmäßig ja sogar die Alternativen der Omnivoren (die magische Hühnerbrust) aus dem Feld. Ja, ich glaube, nächste Woche sind Käsetage angesagt. Schmeckt gut, ist kalorientechnisch super einzubauen und hatte ich schon länger nicht mehr. Ob das für die Culinary Diverity-Wölfe zählt? Hmmm … besser noch mit etwas anderem kombinieren. So sehr, wie ich gerade von Rührei mit Handkäse phantasiere, muss es wohl tatsächlich mal mehr Eiweiß und Fett sein!

Auf jeden Fall ist meine derzeitige Haltephase ein hervorragender Zeitpunkt, um verschiedene Ernährungsformen zu testen, bevor ich die letzten fünf Kilo angehe, die eindeutig Kür und nicht Pflicht sind und dank des Pareto-Abnehmens auch nur sehr schwer herunterzubekommen. Ich könnte mal Low Carb High Fat ausprobieren. Aber ich fürchte mich davor, dass mein Körper dann die kleinen Portionen ablehnen könnte (ja, alles unter 500 – 750 Gramm für ein Abendessen ist für mich Büffetfräse nunmal „zu klein“). Und eigentlich mag ich Gemüse auch zu gern, um es nicht in großen Mengen zu essen. Ganz davon ab, dass ich erst einmal vegetarische Rezepte aus dem LCHF-Bereich finden müsste, die sich mealpreppen und schnell zubereiten lassen, weil ich abends nach Job und Sport nicht mehr Willens bin, lange in der Küche zu stehen. Oder sogar vegane Rezepte? Ich neige bei Hauptmahlzeiten immer mehr zum Veganismus. Ansonsten ja nicht – siehe mein tägliches Quarkporridge und die geplante Käse-Eskalation. Aber Veganes lässt sich viel einfacher und langfristiger vorbereiten. Und ja, ich gebe es zu – Sojajoghurt schmeckt mir mittlerweile besser als normaler Joghurt. Wenn irgendjemand noch gescheiten und vor allem bezahlbaren Soja-Magerquark erfindet (dass Aldi günstigen Sojajoghurt anbietet ist ein Geschenk des Himmels!), stünde einer Transition zum kompletten Veganismus nichts mehr im Wege.

Gestern war ich zum ersten Mal seit einer Woche wieder laufen. Ungünstiger Tag da heiß und sehr, sehr schwül. Hammerzeiten waren also in jedem Fall nicht zu erwarten. Egal, Hauptsache wieder Bewegung! Also in die Laufklamotten und losgetrabt.

Es war anstrengend. Sehr anstrengend. Obwohl ich davon mindestens 70 % auf das Wetter schiebe. Aber – ich habe meine übliche Strecke nicht nur in akzeptabler wenn auch sicher nicht ehrfurchtgebietender Zeit (Rundenzeiten von 5:14 bis 5:18) geschafft, sondern noch dazu Spaß dabei gehabt und das Knie tat kein Stück weh! Über Nacht hat es auch keinen Schmerz entwickelt. Ich scheine also geheilt. Und ab Sonntag dann wieder Krafttraining! Ich freue mich so!

Auffallend war, dass ich sehr stark geschwitzt habe. Deutlich mehr als sonst. Ich habe sogar fast Forrest-Gump-Reenactment gemacht, in dem ich ein Smiley auf den Rücken meines Shirts geschwitzt habe. Ob das am Wetter oder dem ausgesetzten Training lag, kann ich nicht sagen. Ich beobachte das weiter.

Heute Morgen habe ich dann nicht nur Nacken und Schulter, sondern auch den Rest des Rückens und die Beine geschleimrollt. Nur um sicherzugehen. Hilft bestimmt!

Zum Abschluss der Kalorien-für-Eis-Sparstand: Glatt 1300 Kalorien. Noch 30 bis zum Brownie-Eis. Ja, ich weiß. Ich wollte nicht mehr so zwanghaft zählen. Aber im Spar-Fall bin ich immer noch lieber hypergenau und im deutlichen Übererfüllungsmodus. Weil zwanghafter Kontrollfreak und so!

Nicht viel los und richtig geschätzte Kalorien

No Problems

Mehr Virtuelle-Welten-Fantasy-Gedöhns

Der gestrige Nachmittag brachte im Rhein-Main-Gebiet ein monströses Gewitter, das die Temperaturen um zehn Grad senkte und dafür sorgte, dass ich am Feierabend bei 17 Grad im Verlag losfuhr und bei 27 Grad in Heidelberg ankam, weil es dort noch kein Unwetter gegeben hatte. Sehr schräges Gefühl.

Egal. Abend war sehr schön. If left to our own devices verfallen der Erklärfaun (noch mit sexy Bartstoppeln vom Wildnisurlaub) und ich ja immer in herummäandernde Gespräche. Gestern von der Frage, ob die Transhumane Partei auch in Baden-Württemberg zur Bundestagswahl antritt über Black-Swan-Phänomene zur Außenpolitik des römischen Reiches und dem Brettspiel Pax Britannica. Nebenher haben wir gegessen. Für mich latent stressbehaftet, weil nicht vorgeplant und damit sicher.

Doch ganz entgegen dem postulierten „man verschätzt sich immer um die Hälfte!“, lag ich bei meiner Mahlzeit (Eine Gurke und zwei Tomaten mit einem Esslöffel Öl als Salat, ein Joghurt mit einer Handfläche voll Nussmix und einem Teelöffel Kokosblütensirup, ein Kinder Bueno) mit meiner Schätzung innerhalb von 25 Kalorien richtig! Und ganz im Ernst – 25 Kalorien ist Reibungsverlust. Sei es nicht ganz verdaute Nahrung, doch noch eine Runde um den Block oder auf der anderen Seite ein paar Gramm mehr als gedacht. Das vollständig kontrollieren zu wollen wäre zwanghaft und verdächtig nahe am Wahnsinn.

Ich spare trotzdem weiter, weil ich am Freitag das zweite vor einer Woche gekaufte Eis essen möchte und deshalb ein 1330-Plus brauche. Bisher habe ich 820. Heute schaffe ich allein durch Nahrung 284. Wenn es mit dem Joggen klappen sollte, werden es ungefähr 450. Da fehlt nicht mehr viel bis zum Eimer Nachtisch!

Das Joggen … bis jetzt bin ich vorsichtig optimistisch. Mein Knie fühlt sich noch ein bisschen merkwürdig an, aber das kann auch nur Einbildung sein, weil ich es so genau beobachte. Ich werde jedenfalls erstmal noch zwei Wochen keine Squats oder Leg Press machen. Und weil ich auch noch mit der Schulter vorsichtig sein möchte, bleibt außer Rumpfübungen und ein bisschen Hanteltraining nicht mehr viel. Denn Bankdrücken würde mörderisch reinhauen und ist weniger kontrollierbar (im Sinne von Varianz und direktem Absetzen) als Kurzhanteltraining.

Irgendwie ist es auch seltsam, wie launisch die Schulter ist. An manchen Tagen spüre ich sie kaum, an anderen (heute zum Beispiel) fühlt es sich an, als hätte ich gestern trainiert. Das bleibt ja nun den Rest meines Lebens so. Jetzt, wo ich das weiß, ist es ein wenig ernüchternd. Beruhigend, weil ich weiß, dass es nicht mein Fehler ist. Aber wie gesagt eben auch ernüchternd, weil ich jederzeit damit rechnen muss, zu einer Pause gezwungen zu werden. Ich werde das Schleimrollen mal fortführen. Es hilft zwar nicht gegen den Kalkeinschluss, entspannt aber vielleicht die Restsituation.

Total verkalkt – meine Nützlichkeit im kommenden Skeleton War

Gestern also erstens wieder 400 Kalorien in die Eis-Spardose eingezahlt. Zweitens festgestellt, dass es bei uns im Rewe gar kein Ben&Jerry’s gibt, was meinen Plänen für Samstag einen empfindlichen Schlag versetzt und drittens war ich wegen meiner Schulterschmerzen und dem knackenden Knie beim Arzt.

Der Doktor sah sich zuerst alles an, drehte herum, ließ mich gegen seine Hand drücken, schieben, alles Mögliche eben. Dann wurde geröntgt. Und hier gab´s das Highlight des Tages für mich, als die Arzthelferin mit den Worten „Sie sind ja schlank“ die kleinste Bleischürze von der Ablage nahm. Hoo-fuckin’-raay. Fremdwahrnehmung für den Gewinn. Andererseits hatte ich eh schon Oberwasser, weil mir mittlerweile trotz Muskelzugewinn die Qwertee-Shirts in „S“ passen. Und die sind eigentlich wirklich klein.

Egal, weiter im Text. Die Röntgenbilder ergaben, dass ich einen Kalkeinschluss an der Bizepssehne (kann auch anders heißen und ich verwechsle da etwas) in der Schulter habe. Das führt dazu, dass ich manchmal eine Entzündung produziere, wenn ich mich dort überanstrenge. Was bei Dingen wie Bankdrücken, Reverse Flys und Seilspringen gut passieren kann. Ich muss jetzt also erst einmal zwei Wochen Pause machen, was die Gewichte und Bodyweight (außer Glute Bridge und ein klein bisschen Bicep/Hammer Curls, das darf ich noch) angeht (der Arzt ließ leider nicht mit sich Feilschen. Ich war enttäuscht) und dann sehen, dass ich die für die Schulter belastenden Übungen etwas verteile. Doof, weil mir definierte Schultern mit am Wichtigsten sind und ich mich gern darauf konzentriere. Aber ich höre auf den Experten und mache langsam.

Und dann noch das Knie … zuerst dachte der Doc an beginnende Arthrose, befragte mich zu meiner Lauftechnik und riet mir an, mehr auf dem Vorderfuß zu laufen und noch kürzere Schritte zu machen. Nach dem Röntgen war das mit der Arthrose und die angedachte Kniespülung (örks) zwar reichlich vom Tisch, doch stellte sich heraus, dass ich mir beim übertriebenen Radfahren letztes Wochenende die Kniescheibe leicht nach außen verschoben habe. Das erklärt das Knacken. Außerdem scheint die Patella an sich etwas unsymmetrisch. Jedenfalls wurde mir eine Stützbandage verschrieben, die ich jetzt tragen soll, bis das Knie sich wieder normal anfühlt.

Joggen wurde mir nicht verboten, so lange ich dabei beschwerdefrei bin und die Bandage benutze. Na, wenigstens ein bisschen Sport darf ich die nächsten zwei Wochen also machen!

Tja, die Bandage … ich bin direkt zum Sanitätshaus, das praktischerweise im selben Gebäude ist, und habe die Verschreibung eingelöst. Ich nahm die billige Variante, da ich keinen Unterschied spüren konnte und für zwei Wochen nicht 26 statt sechs Euro ausgeben wollte, wenn sogar die Fachangestellte meinte, das sei meiner persönlichen Präferenz überlassen. Ich bin nach Hause, zog meine Laufsachen an, werkelte die Bandage übers Knie und muss sagen, dass mein Respekt für Annesch noch einmal gewachsen ist. Alter Schlappen, die Vorstellung, so etwas den ganzen Tag am ganzen Bein zu haben … das ist nix für Weicheier. Lady, you rock!

Jedenfalls lief ich damit meine Runde. Konzentrierte mich darauf, einen Extremtest zu machen um zu sehen, ob das Teil rutscht. Dazu dann noch der Versuch, das Vorderfußlaufen und die kleinen Schritte zu praktizieren. Das Ergebnis: Die besten Rundenzeiten, die ich je hatte (5:08!). Bei gleichbleibendem Kalorienverbrauch. Also laufe ich so einfach effizienter. Coole Sache. Und die Bandage ist auch nicht gerutscht oder hat mich sehr behindert.

Heute war die Kleidungswahl fürs Büro allerdings nicht ganz einfach. Meine normalen Jeans sind skinny und die gingen zwar problemlos über die Bandage, ich sah aber aus wie der letzte Honk, weshalb ich auf meine weiten Sommerhosen zurückgegriffen habe. Kann man Bandagen auch über Leggins/Strumpfhosen ziehen? Dann könnte ich mal wieder Rock tragen. Rock ohne was drunter ist mir in unserem Kühlschrankbüro zu kalt.

Heute Abend werde ich mal nachsehen, ob es im Voldemart Ben&Jerry’s gibt. Da ich derzeit nicht Fahrrad fahren sollte, schränkt das meinen Radius ein und ich muss das Auto für diese Expedition nutzen. Dumme Sache. Hoffentlich ist das Knie bald besser! Außerdem schaue ich Youtube-Videos, in denen B&J-Fake-Eis getestet wird. Hilft nur nicht, da die Fakedinger alle nur Cookie Dough (dass der Tester „dough“ die ganze Zeit wie „duu“ ausgesprochen hat, hat mich irrational aufgeregt … ich bin ein Brit-Nerd) zu haben scheinen. Ich will aber Peanut Butter Cup!

Das sind mal Probleme …

Gewicht ist soooo gestern!

Anteils-Athros-Bild

Mir war nach japanischer Tuschezeichnung.

Denn das neue große Ding ist natürlich – der Körperfettanteil!

Deshalb stelle ich hier schon einmal die Illustration vor, die ab Juni den montäglichen Wiegewolf ersetzen wird. Wobei das nicht das richtige Wort ist. Immerhin ist der rote Wolf immer noch da, nur hat er jetzt Gesellschaft. Also – ab in zwei Wochen werden hier regelmäßig Silver Edge und Bright Eyes dafür sorgen, dass ich meine Körperfettwerte dokumentiere.

Gestern waren es zum Beispiel 24,7 % KFA. Was ein sehr guter Wert ist (ja, da geht natürlich deutlich mehr! Ich möchte näher an die 20% – aber ich bin noch am Anfang). Ob man der Omron trauen kann, muss sie allerdings noch im längeren Test beweisen.

Der diesjährige Frühsommer scheint also auf Dienstag und Mittwoch zu fallen. Einerseits natürlich schön, weil das Wetter die letzten Wochen nun wirklich nicht gerade angenehm war, andererseits auch ein reichlich plötzlicher Temperatursprung, der mich gestern Abend beim Laufen ganz schön schwitzen ließ – und wie es aussieht, wird es heute nicht anders. Zum Glück habe ich Shorts für´s Joggen. In den langen Sporthosen würde ich eingehen.

Für meinen Kreislauf ist das Hin und Her auch nicht optimal. Ich schlafe sehr unruhig und weiß auch nicht, was ich anziehen soll, um tagsüber nicht zu schwitzen oder zu frieren.

Apropos anziehen – für das coole schulterfreie Kleid habe ich mir einen Bandeau-Top-BH bestellt. Doof, dass er aber irgendwie etwas groß geraten ist. Also, von der Unterbrustweite. Das hält nicht so wirklich. Viel bewegen darf man sich damit nicht, sonst ist man nur am Zurechtzuppeln. Doof, wenn man nun so gar nicht mehr dem Standard entspricht. Rein größenmäßig. Wenig Unterbrust und viel Brust (relativ. Ist zum Glück deutlich weniger geworden. Ich arbeite darauf hin, dass es irgendwann B wird! Noch schwankt es aber noch zwischen C und D) ist das Gegenteil dessen, was man meistens finden kann.

Heute habe ich mal mit meinen zwei Litern Tee am Tag experimentiert. Ich wechsle die Teesorten. Bisher hatte ich Brennnessel/Minze/Schwarztee, jetzt wird es Brennnessel/Grüner Tee/Rooibos. Also gleich zwei entwässernde Sorten. Geschmacklich fehlt mir die Minze ein wenig – aber irgendwas sollte ich gegen das ganze Wasser schon tun. Und immerhin hat der Grüntee auch Vanillearoma mit drin. Wie man sieht, nimmt meine Verzweiflung, was die Wassereinlagerungen betrifft, mal wieder zu. Wird alles.

Wenn das Wetter so bleibt (tut es natürlich nicht), wird mir Cardio sicher auch beim Entwässern helfen. Sonst natürlich auch – aber laufen in Regen und Kälte ist nicht ganz so schön.

Runner´s High

Very, very old Assamite
Als ich so zehn, elf Jahre alt war, sagte mir der Leichtathletiktrainer des TV 64, dass ich von der Art wie ich laufe und atme gut für Langstrecken geeignet wäre. Ich nickte freundlich und dachte „Alter, ich hasse Dauerlauf! Das wird nie was!“. Bald darauf kam die Pubertät und ich fand den Sportverein ab da allgemein richtig doof. Das übliche Teenagergedöhns eben.

Lange Zeit hatte ich auf Sport sowieso keine Lust; für´s Bogenschießen und Reiten brauchte ich nicht herumzujoggen und deshalb lag das brach. Dann kam der Kraftsport und ich hasste das Aufwärmen mit Cardioeinheiten wie die Pest. Hey, her mit den Geräten und den Eisen! „Cardiobunny“ war definitiv nicht mein Ziel.

Aber seit ein paar Wochen, seit ich meine hartnäckigen Wassereinlagerungen bekämpfe und seit ich nicht mehr auf Teufel komm raus über Muskelkater drübertrainiere, sondern lieber nach heftigen Gewichteinheiten ein paar Tage lang nur jogge, ist es irgendwie anders geworden.

Nein, ich habe immer noch kein Runner´s High. Aber ich bekomme eine recht gute „Runner´s Apathy“ hin. So eine Art Meditationszustand, in dem ich mit halb- bis dreiviertelgeschlossenen Augen Feldwege entlangtrabe und absolut gar nichts fühle außer meinem regelmäßigen Atem. Für mich eine großartige Sache.

Gestern war aber nix mit Apathie. Schon als ich nach Hause kam dräute im Westen eine dunkle Wolkenwand. Ich haderte ein bisschen mit mir, beschloss dann aber, trotzdem laufen zu gehen. Also umgezogen und los. Auf halber Strecke, zweieinhalb Kilometer im – bis auf ein paar Hundespaziergänger – menschenleeren Feld war die Wand so weit gewachsen, dass sie den halben Himmel einnahm und man sah heftige Regenbänder nach unten. Ganz ohne Schutz erwischt werden war nicht meine Vorstellung von Spaß, also zog ich das Tempo an, hetzte die Strecke derartig, dass ich fast fünf Minuten unter Bestzeit blieb und kam trocken nach Hause. Tja. Nun. Ich bereitete das Abendessen vor. Kein Regen draußen. Ich ging Duschen. Immer noch – nur dunkle Wolken. Ich föhnte mir die Haare … und dann fing es ganz leicht an zu tröpfeln. Und dabei blieb es. Da hätte ich nun echt nicht so rasen müssen!

Natürlich will ich wieder zu mehr Kraft- als Ausdauertraining – aber das hängt auch an der Baustelle auf der A67. Ja, klingt doof, ist aber so. Jeden Abend habe ich dort im Moment sehr stressiges Staustehen. Das macht mich mental ziemlich kaputt und ich möchte danach eigentlich gar keine Menschen mehr sehen. Deshalb verschiebe ich das mitmenschenlastige Krafttraining vermehrt aufs Wochenende, was natürlich auch eine massive Verringerung des Trainings bedeutet. Dafür trabe ich dann ganz allein durch die Landschaft und muss mit niemandem kommunizieren. Das entspannt ungemein.

Leider ist die Baustelle noch mindestens bis Ende Juli. Hoffentlich finde ich noch einen trainingsfreundlicheren Weg, mit der Sache umzugehen! Denn sonst komme ich nie vom ewigen Muskelkater weg. Und Cardio soll ja im Vergleich zu Kraftsport nicht wirklich gut sein, wenn man den Körperfettanteil reduzieren möchte. Klar, besser als Nichts … aber das kann wohl kaum das Ziel sein!

Der Schwarm tröstet

Ich habe es bisher im Blog noch nicht thematisiert, da ich den Finger nicht genau darauflegen konnte. Aber gestern ist es mir endlich komplett klargeworden und ich bat das Internet um Hilfe.

Was wurde mir klar? Ein neues, leicht gestörtes Verhalten, das ich seit ein paar Wochen an den Tag lege. Ich bin, was Süßigkeiten angeht, plötzlich zur Fressmaschine mutiert. Früher war das gar kein Problem, Schokolade oder Gummibärchen oder Kekse im Haus zu haben. Klar, war die Packung erstmal offen, hielt sie eher nicht ganz so lange. Aber zwei Tage für 100 Gramm Schokolade zu brauchen oder zwei Wochen an 400 Gramm Pralinen zu essen war durchaus drin. Doch seit ich im normalen BMI bin ist alles anders. Ich kann nicht einmal mehr verschlossenen Schnekkram in der Wohnung haben. Der geht weg. In einem Satz. Weil „dann keine Versuchung mehr da ist“. Eins A Leistung. Ich bleibe zwar im TDEE – aber Defizit kann ich vergessen, sobald Süßes da ist.

Und irgendwie bekomme ich das nicht in den Griff. Das einzig Hilfreiche scheint bisher, gar nichts, das mich in Versuchung führt, zu besitzen.

Das ist so seltsam! Während der großen Abnahme war das nie ein Problem. Die Willenskraft hielt bombenfest wie Drei-Wetter-Taft. Ich war motiviert und gut drauf und konnte über Süßigkeiten nur lachen. Maximal ein, zwei Stücke Schokolade samstags beim Zocken. Lief.

Aber jetzt stehe ich dem Ganzen furchtbar hilflos gegenüber. Und bin sehr traurig, da ich bei diesen „muss-Versuchung-vernichten“-Anfällen zwar Genuss habe, die Reue danach aber auch nicht von schlechten Eltern ist. Und eigentlich war die Aufgabe für 2017 ja auch, ein normales, gesundes Verhältnis zum Essen zu entwickeln und nicht, eine abstruse Marotte einzuschleifen.

Ich habe im Ohne-Unsinn-Forum einen Hilfeschrei-Thread erstellt und bekomme nun nicht nur Tipps, wie man mit so etwas umgehen kann, sondern auch die verwunderte Feststellung, dass es anscheinend vielen Leute so geht, gratis dazu! Bisher konnte ich aus dem Thread folgende Anregungen ziehen:

  • Gefährliche Lebensmittel in den Gefrierschrank, um sie schwerer zugänglich zu machen (klappt ja schon mit Bananenbrot und Frühstückskuchen sehr gut, kann ich also ausweiten)
  • Meta-Fettlogik erkennen („ich weiß ja, wie einfach Abnehmen ist, also kann ich auch wieder mehr essen“)
  • Zeiten beobachten, zu denen es mich überfällt (ich habe immer noch das Langeweile-Essen-Problem, dessen bin ich mir bewusst)
  • Eventuell Hormonlage im Auge behalten
  • Wackelpudding mit Süßstoff und dazu kalorienfreie Sauce
  • Defizit um gefährdete Tage herumplanen
  • Eis (Lidl Skyr-Eis) als recht sparsame Alternative, die man auch nur langsam essen kann
  • Süßigkeiten immer sofort als Packung tracken, sobald sie im Haus sind. Dann ist der Essenszeitpunkt egal

Mal sehen, ob mir das langfristig helfen kann. Ich hoffe es doch. Denn ich mag Süßigkeiten – aber wenn ich die Wahl zwischen „wieder dick“ und „keine Süßigkeiten mehr zu Hause“ habe, fällt sie mir doch sehr, sehr leicht!

Zum Abschluss kurz ein anderes Thema, um noch etwas mehr Positives in diesen Post zu bringen: diese Woche werde ich mich trainingsmäßig auf Cardio konzentrieren. Vor allem Jogging. Ich habe eine gute 5-Kilometer-Strecke gefunden, die man bei Bedarf auch verkürzen kann und trotzdem recht viel Weg im Feld hat. Dann arbeite ich etwas an meiner Ausdauer. Ich habe zwar keine Probleme damit, die ganze Zeit zu laufen und muss keine Gehpausen machen (nur manchmal stehen bleiben, weil ich über zwei Bahnübergänge muss) aber ich bin schneckenhaft langsam. Das sollte besser werden. Und Cardio hilft ja auch ungemein, wenn man den Körperfettanteil weiter reduzieren möchte. Ganz davon ab, dass Laufen der einzige Sport zu sein scheint, den mein Imperator zuverlässig trackt.

Also – Cardiowoche it is!