Ach watt, Leben!, Ernährung, Weniger

Krankengymnastik und Wochenende

The mage and the books

Gestern war ich zum ersten Mal bei der Krankengymnastik. Ich hatte keinerlei Ahnung und noch weniger Erwartungen. Und es war großartig! Der Therapeut nahm sich richtig viel Zeit, sprach mit mir darüber, wie ich wieder in Kraftsport reinkommen kann, versicherte mir, dass die Kalkschulter nicht vom Sport kommen kann und nicht durch Sport schlimmer wird – wenn ich mehr auf Technik achte und bestimmte Übungen noch außen vor lasse. Weiter kein Bankdrücken für mich. Und keine Squats mit der langen Stange, sondern weiterhin mit den Kurzhanteln, sozusagen rumänisch gehalten. Außerdem brauche ich mal wieder eine Trainerstunde, um mich beim Row und am Lat-Zug zu kontrollieren.

Er riet mir nicht so vehement wie die Ärzte von einer OP ab, erklärte mir im Gegenteil, dass der minimalinvasive Eingriff ganz gut sein könne. Meinen Entschluss, mal in der Sportmedizin der Uniklinik vorstellig zu werden, unterstützte er vollumfänglich.

Und natürlich hat er Tests gemacht. Ließ mich in allen möglichen Haltungen Gegendrücken und dergleichen. Die letzten zwanzig Minuten hat er mir dann Bizeps und Bizepssehne so irgendwie massiert. Ich dachte zuerst, dass das überhaupt nichts bringt, doch als ich dann nach hause ging, tat mir der Arm plötzlich gar nicht mehr weh! Ich war den Rest des Abends immens beschwingt und glücklich.

Heute Morgen ist es zwar wieder wie immer – aber ich weiß jetzt, dass es besser werden kann. Und, wichtiger noch, dass ich etwas tun kann!

Jetzt noch einen Arbeitstag hinter mich bringen und dann ist langes Wochenende! Leider kein sehr gutes Wochenende für mein Defizit, weil sowohl J1 Geburtstag feiert, als auch ein Tag in der Stadt mit Kino ansteht. Ich esse oder trinke im Kino zwar nie etwas, aber wir wollen davor ins Indochine. Und so leicht diese Küche generell auch sein mag – frittiert wird trotzdem. Und es gibt großartige Nachtische.

Naja, die Hosen sitzen schon deutlich lockerer, da bringt mich ein Wochenende auch nicht aus der Spur.

Unter der Woche werde ich mit meiner „gedämpftes Gemüse und Quark“-Ernährung sehr satt und glücklich, obwohl ich meist ein 800er Defizit (das mit den tausend ist mir dann doch zu energieraubend) fahre. Ist eben viel Volumen und viel Eiweiß. Und zusätzlich finde ich es unglaublich lecker!

Zum Beispiel esse ich heute:

  • Mittags Quarkporridge für 300 Kalorien.
  • Abends 500 Gramm gedämpften Brokkoli mit 200 Gramm Skyr, 300 Gramm Tomaten, Salz, Pfeffer, Season-All-Gewürz und 150 Gramm Handkäse für 519 Kalorien.
  • Für Zwischendurch noch etwas Obst, das ich mit 200 Kalorien generalisiere. (Ich zähle nicht auf die Kalorie genau, da ich schließlich auch meinen Verbrauch nur annähern kann)

Und damit bin ich voll. Etwas über tausend Kalorien und 114 Gramm Eiweiß, was fast zwei Gramm pro Kilo Gewicht sind. Mein heutiger Verbrauch wird bei etwa 1850 liegen.

Klingt gut!

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Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Darf man sich auf Süßigkeiten freuen?

Have you ever ...

… oder ist das schon wieder ein gestörtes Verhältnis zu Essen? Immerhin mache ich um mein normales Essen, all´die Gemüsepfannen und Tofuteile, den Porridge und das Obst, kein solches Bohei. Ich freue mich nämlich immens auf Samstag, wenn ich eine Radtour machen und an deren Ende Macarons kaufen werde. Ich habe zu diesem Zweck Kalorien angespart, Sport gemacht (okay, den Sport habe ich nicht deswegen gemacht. Zählt aber trotzdem!) und mir damit ein komfortables Defizit erwirtschaftet, das ich Freitag und Samstag ausgeben werde. Zunächst heute Abend 300 Kalorien für die beiden Cadbury Creme Eggs (ja, da ist es wieder, mein guilty pleasure!), die der Erklärfaun mir aus England hat mitbringen lassen (Hurra für Work-Wife, der den Transportteil übernahm!) und dann morgen 700 Kalorien für 100 Gramm Macarons (dürfte hinkommen), die ich mit dem morgendlichen Laufen (170 Kalorien) plus den zwei Stunden Fahrradfahren (550 Kalorien) erreichen werde. Im Verlauf dieser Woche habe ich dann noch so 500 als Defizit angespart und werde das in Currytofu umsetzen.

Also … ist so etwas krank? Kontrollfreakig? Definitiv kein intuitives Essen?

Und wenn ja – wäre das schlimm?

Ich bin auch im restlichen Leben sehr darauf aus, über alles die Kontrolle und Übersicht zu behalten. Ich möchte die Dinge rational und durchdacht angehen und alles Intuitive ist mir suspekt, wenn auch nicht fremd. Deshalb denke ich nicht, dass es pathologischer ist, sein Essen zu kontrollieren als seine Termine und Verabredungen. Oder sein Sportpensum. Oder den Kilometerstand des Autos.

Von daher versuche ich jetzt einfach mal, meinen aktiven inneren Kritiker zum Schweigen zu bringen, freue mich auf den Ausflug und auf die Süßigkeiten und muss mich hinterher nicht grämen, weil ich schließlich vorgespart habe.

Sonstiges: Es waren tatsächlich die Miniauberginen, die mir nicht geschmeckt haben. Werde ich also nicht mehr kaufen. Aber ich habe ja noch so viele Möglichkeiten! Heute Mittag gehe ich den Wocheneinkauf erledigen und sehe mal, was es so Ansprechendes gibt. Vielleicht nicht wieder etwas noch nie Dagewesenes, sondern lieber etwas, das ich schon lange nicht mehr hatte? Wir werden sehen! Hokkaidos sind jedenfalls schon wieder sehr schmackhaft. Da hole ich mir vermutlich wieder einen. Reicht beim Meal-Preppen für vier Tage!