Laufen

Die dünne Luft im Wohlfühlkorridor

… nervt mich! Warum bin ich so eine Memme, die ein winziges Temperaturfenster hat, in dem sie sich wohlfühlt und den Rest der Zeit „zu kalt!“ oder „zu warm!“ herumpienzt? „Zu kalt“ ist sporttechnisch zwar weniger ein Problem, da ich keine Hemmungen habe, mein Alpaka-Einhorn-Lauflaibchen zu tragen oder gar vermummt wie ein Polarjäger auf die Piste zu gehen. Hey, ich bin auch bei minus zehn Gard im Winter mit dem Fahrrad ins Gym gegurkt.

Aber „zu warm“ … urgs. Gestern war´s das nämlich schon fast wieder. Ich habe bei ungefähr Kilometer vier gemerkt, dass mir die Suppe läuft. Und für jemanden, der nie (und damit meine ich: nie!) schwitzt, ist das ein übler Zustand. Wahrscheinlich hatte ich eine krebsrote Murmel und sah von außen aus wie knapp vorm Kollaps. War natürlich nicht so. Es war unangenehm aber weder waren die Rundenzeiten viel schlechter als sonst (im Schnitt bin ich derzeit bei 5:40 pro Kilometer. Ich bin eine Robbe und wölle mich dahin!) noch hatte ich den Drang, aufzugeben. Aber, wie gesagt – kein schönes Gefühl. Und wenn man dann noch Sprints über sich schließende Bahnübergänge einlegt (deshalb das Video über dem Text), wird das mit der Hitze auch nicht besser.

Heute soll es noch heißer werden. Wie gut, dass ich diese Woche noch keinen einzigen Ruhetag hatte, dann werde ich diesen Joker direkt einmal ziehen. Und morgen kann ich ja so früh laufen, dass es noch kühl ist.

Gestern war ich übrigens sehr pfadfinderig. Irgendwo auf der freies-Feld-Strecke überholten mich zwei fröhlich plaudernde Damen auf Fahrrädern. Kurze Zeit später, nach einer kleinen Senke und einer Kurve, fand ich mitten auf dem Weg ein Handy und einen Meter weiter die dazugehörige Lederhülle. Sogar Google Maps war noch offen. Ich nahm das Ding also und trabte weiter, etwas ratlos, was ich mit dem Fund machen sollte, da sich das Display wieder verdunkelt hatte und ich nicht davon ausgehen konnte, dass es ohne Sperre sein würde um herauszufinden, wie der Besitzer heißt. Doch zum Glück kamen mir schon bald die zwei Radfahrerinnen von eben in höchstem Tempo entgegengeschossen. Zufrieden winkte ich mit dem Telefon und erntete überschwänglichen Dank. Alle Beteiligten glücklich. Die Handybesitzerin, weil sie offenbar sehr auf Google Maps angewiesen war und ich, weil mir das Kopfzerbrechen, wo man ein gefundenes Handy abgibt, erspart blieb.

Heute Abend ist mal wieder Beziehungspflege und Trashfernsehen-Gucken angesagt. Ich bringe den Nachtisch in Form von Obstsalat mit.

Und morgen schaue ich mir einmal an, was mein Arbeitgeber so im Luisenpark veranstaltet. Die Kollegen waren die letzten Wochen schon immens fleißig und haben rotiert. Da will ich zumindest einmal sehen, was dabei so herausgekommen ist.

Bonusthema: Wren ist mit ihrem neuen Fitnesstracker unglücklich, da der wohl nichts für Nickelallergiker ist. Ich habe ihr meinen Imperator ans Herz gelegt. Der sieht vielleicht nicht so schick aus (nein, er sieht sogar immens klumpig dagegen aus. Wie so ein A-Team-Van gegen einen Lambo, grob gesagt), ist dafür aber aus Silikon, wasserfest und generell eine Freude. Er bringt mich dazu, genug Sport zu machen und nervt nur selten. Er war – entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen – eine wirklich gute Anschaffung. Unter den Top 3 sinnvollen Käufen dieses Jahr, würde ich sagen.

Essensmäßig geht es im Moment. Ich schaffe es ganz gut, den Gesamtumsatz zu treffen und mittlerweile habe ich auch nach und nach die essbaren Mitbringsel der Schwiegerdrittel weggeschafft (getrocknete Papaya und Salzmandeln), so dass ich keine Dinge mehr im Haus habe, die einer plötzlichen „muss weg!“-Attacke im wahrsten Wortsinne Nahrung bieten könnten. Ich hoffe nur, dass ich in nächster Zeit keine Lebensmittel geschenkt bekomme, so lange ich noch in den schwierigen Anfängen der Haltephase bin. Ich bin schlecht im Ablehnen.

Ich habe ein Monster erschaffen!

Gestern hatten der Erklärfaun und ich Datenight zu zweit, weil die Waldnymphe mit ihrer besten Freundin saunieren war. Wir sind erst etwas spazieren gegangen (die Tatsache genießend, dass wir so schnell marschieren konnten, wie wir wollten!), haben uns dann in einem Café einen Salat und einen Flammkuchen gegönnt, haben im Real noch einen Pott Ben&Jerry´s erstanden und uns dann auf die Couch verfügt.

Vorgeblich, um „Let´s dance!“ zu gucken (eines unserer guilty pleasures, ähnlich wie GNTM). Aber dann stellte ich fest, dass einer der Teilnehmer exakt wie der Rate-Djinn bei Akinator aussieht, woraufhin der Erklärfaun „Akinator?“ fragte, ich es ihm zeigte und ab da war der Abend ein einziges Herumgealbere.

Wir haben Feldherren aus dem dreißigjährigen Krieg (Piccolomini), fiktive Figuren (Felix Krull) und sogar den Imperator (den aus Warhammer, nicht den Star-Wars-Imperator oder mein Fitnessarmband) raten lassen. Sind dann soweit gegangen, es mit Malkav zu versuchen. Gerieten in Diskussion, ob Malkav nun Geschwister hatte (als Toreador-Spielerin bin ich von der Unterstellung, Malkav und Arikel wären Geschwister, nicht ganz so entzückt) und lachten albern, als die Frage „hat Deine Figur einen großen Penis“ kam.

Ja, Akinator ist schon ein nettes Spielzeug.

Trainingsmäßig lief gestern außer den vielen Schritten dank des ausgedehnten Spaziergangs nichts. dafür war ich heute morgen schon Laufen (meine Mutter hat mir einen Sport-BH geschenkt. Großartiges Teil, leider scheuern die Träger und damit ist es raus!) und bin mit dem Fahrrad bis nach Mannheim gefahren, um Shiratakinudeln zu kaufen. Die Sportkalorien brauche ich heute aber auch dringend, weil J1 seinen Geburtstag feiert und es in der gewählten Lokalität eher deftige Sachen zu essen gibt. Klar, Salat ginge immer. Aber ich mag keinen Salat. Ich bin eine Vegetarierin, die keinen Salat mag (manchmal schon, aber dann meist nur Tomaten-, Gurken- oder Kartoffelsalat). Ist das poetische Gerechtigkeit?

Chapernack

Fahrradtour ins Blaue. Solange es noch angenehm kühl ist. #radfahren

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Gestern hatte ich einen sportlich gesehen sehr zweigeteilten Tag. Ich bin um halb fünf aufgewacht (die Vögel brüllen wie bescheuert im Moment), bin direkt aufgestanden und Laufen gegangen, habe um halb sechs eine Tasse Kaffee getrunken, mich dann aufs Fahrrad geschwungen und bin eine Stunde nach Heidelberg geradelt, um dort an den Wohnungstüren von Waldnymphe und Erklärfaun alberne, Warhammer-thematisierte Zeichnungen anzubringen (einen teetrinkenden Tyraniden und eine Kharadron Overlady im Bikini, wem das etwas sagt), die sie überraschen können, sobald sie heute abend nach hause kommen.

Dann wieder eine Stunde zurückradeln (ich habe festgestellt, dass am Rande von Heidelberg ein gruseliges reiche-Hipster-Ghetto namens „Bahnstadt“ am entstehen ist. SUV-Paradies in klinisch sauber. Eklig), beim Lidl vorbei und Lebensmittel einkaufen und um kurz nach neun war es mir dann auch schon zu warm, um noch irgendetwas zu tun.

Also habe ich alle Rolläden runter, alle Fenster aufgemacht und bin den Rest des Tages zu Hause herumgeschlumpft. Habe eine Folge American Gods geschaut, in ESO meinen Babywarden weitergelevelt, mir Anansi Boys gekauft und angefangen es zu lesen … all´ sowas.

Heute bin ich auch um fünf aufgestanden und war Laufen. Dumm, dass das Gym erst um neun aufmacht, sonst könnte ich noch im Kühlen trainieren.

Der Tag wird wohl ähnlich ablaufen: Von neun bis halb elf im Gym, dann in die abgedunkelte Wohnung und eine kühle Brise durch die nach allen Himmelsrichtungen offenstehenden Fenster genießen.

Ich habe echt temperaturmäßig eine sehr, sehr kleine Komfortzone!

Die Welt früh morgens

Isar, May '17

Wenn schon sonst nichts Kreatives, dann wenigstens Screenshots …

Wenn man ausschlafen könnte aber trotzdem viel zu früh wach ist, ist das ärgerlich. Es hilft nicht, wenn ich zu wenig Schlaf bekomme. Man nimmt schlechter ab, man ist unkonzentriert, man bringt auch sportlich keine Leistung.

Aber da ich es nicht ändern kann, dass ich derzeit nicht schlafe, gehe ich eben zumindest an den Wochenenden um sechs Joggen.

Dann habe ich die Welt für mich und kann meinen Gedanken nachhängen, während ich nicht darauf achten muss, ob von irgendwoher ein Radfahrer oder Spaziergänger auftaucht, mit dem ich nicht kollidieren möchte.

Dieser Rechner hier wirft übrigens viel mehr Kalorien aus als mein Imperator. Fast vierzig mehr für meine normale Laufstrecke. Naja, ich glaube besser mal den niedrigeren Wert.

Ansonsten ist nicht viel los. Ich komme in letzter Zeit auf zu wenig Eiweiß. Mir fällt es schwer, die hundert-Gramm-Marke anzukratzen. Das ist nicht ganz so sinnvoll und das muss ich wieder ändern. Aber ich fürchte, das ist erst wieder ab Juni wirklich möglich, wenn ich pro Tag 300 Kalorien mehr zur Verfügung habe.

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Große Erwartungen, große Enttäuschung

Nicht in Sachen Gewicht oder Training, da läuft es ganz gut. Nein, die Enttäuschung lauert an ganz anderer Ecke. Ich habe mir kurz nach Ostern aus England Cadbury Creme Eggs bestellt. Weil jede/r englische Bekannte mir versicherte, dies sei die ultimativ leckere Osterschokolade. Überhaupt. Ganz prima.

Und weil ich mich sehr gerne davon überzeugen lasse, neue Schokolade auszuprobieren (hey, ich habe sogar die schreckliche Zotter Ayurveda-Schokolade ganz aufgegessen, weil ich der Meinung war, dass die doch gar nicht so schlimm schmecken kann, wie der erste Bissen in Aussicht stellte. Tat sie dann doch), orderte ich ein paar der verheißungsvollen Dinger.

Und wartete darauf. Und wartete. Wartete … Nichts kam an. Kontaktierte den Verkäufer. Bekam ein neues Paket versprochen. Das dann tatsächlich gestern den Weg zu mir fand. Ich hatte genug Luft im Budget, konnte mir also folgenlos zwei der Eier einverleiben.

Tja, was soll ich sagen? Lohnt leider gar nicht. Die Schokolade ist für deutsche Verhältnisse maximal mittelmäßig (wenn wir eine Sache in Mittelkontinentaleuropa draufhaben, dann ja wohl Schokolade, Gebäck, Kuchen!) und die Füllung ist einfach nur Zuckersirup ohne zusätzliche Geschmacksvarianten. Die Dinger sind also süß. Und das war es dann. Die Idee, die Füllung zweifarbig zu gestalten und so Eiweiß und Dotter zu simulieren ist ja nett, ersetzt aber leider kein Geschmackserlebnis.

Sind ihre Kalorien also nicht wert. Na, man muss alles einmal ausprobieren. Dass man dabei manchmal danebengreifen kann, liegt in der Natur der Sache und sollte nicht davon abhalten, beim nächsten neuen Ding wieder „Hurra!“ zu schreien.

Heute werde ich wieder Laufen gehen. Zwar ist der Muskelkater immer noch auf olympischem Niveau, doch hat es ja auch das letzte Mal geklappt, ihn mit leichtem Ausdauersport zu bekämpfen.

Was mich ein wenig beunruhigt ist, dass durch das Laufen der latente Schmerz in meiner Schulter schlimmer zu werden scheint. Ich habe das seit einigen Jahren und war noch nie damit beim Arzt, da es nur punktuell auftritt. Aber Joggen scheint es zu verschlimmern, was nun überhaupt keiner Logik folgt. Symptome zu googlen war mal wieder nutzlos bis ungut. Aber nur wegen so ein bisschen Pillepalle gleich stundenlang in einem Wartezimmer zu sitzen erscheint mir auch overkill.

Na, ich beobachte das erstmal weiter.