Peanut Butter Cup

Total verkalkt – meine Nützlichkeit im kommenden Skeleton War

Gestern also erstens wieder 400 Kalorien in die Eis-Spardose eingezahlt. Zweitens festgestellt, dass es bei uns im Rewe gar kein Ben&Jerry’s gibt, was meinen Plänen für Samstag einen empfindlichen Schlag versetzt und drittens war ich wegen meiner Schulterschmerzen und dem knackenden Knie beim Arzt.

Der Doktor sah sich zuerst alles an, drehte herum, ließ mich gegen seine Hand drücken, schieben, alles Mögliche eben. Dann wurde geröntgt. Und hier gab´s das Highlight des Tages für mich, als die Arzthelferin mit den Worten „Sie sind ja schlank“ die kleinste Bleischürze von der Ablage nahm. Hoo-fuckin’-raay. Fremdwahrnehmung für den Gewinn. Andererseits hatte ich eh schon Oberwasser, weil mir mittlerweile trotz Muskelzugewinn die Qwertee-Shirts in „S“ passen. Und die sind eigentlich wirklich klein.

Egal, weiter im Text. Die Röntgenbilder ergaben, dass ich einen Kalkeinschluss an der Bizepssehne (kann auch anders heißen und ich verwechsle da etwas) in der Schulter habe. Das führt dazu, dass ich manchmal eine Entzündung produziere, wenn ich mich dort überanstrenge. Was bei Dingen wie Bankdrücken, Reverse Flys und Seilspringen gut passieren kann. Ich muss jetzt also erst einmal zwei Wochen Pause machen, was die Gewichte und Bodyweight (außer Glute Bridge und ein klein bisschen Bicep/Hammer Curls, das darf ich noch) angeht (der Arzt ließ leider nicht mit sich Feilschen. Ich war enttäuscht) und dann sehen, dass ich die für die Schulter belastenden Übungen etwas verteile. Doof, weil mir definierte Schultern mit am Wichtigsten sind und ich mich gern darauf konzentriere. Aber ich höre auf den Experten und mache langsam.

Und dann noch das Knie … zuerst dachte der Doc an beginnende Arthrose, befragte mich zu meiner Lauftechnik und riet mir an, mehr auf dem Vorderfuß zu laufen und noch kürzere Schritte zu machen. Nach dem Röntgen war das mit der Arthrose und die angedachte Kniespülung (örks) zwar reichlich vom Tisch, doch stellte sich heraus, dass ich mir beim übertriebenen Radfahren letztes Wochenende die Kniescheibe leicht nach außen verschoben habe. Das erklärt das Knacken. Außerdem scheint die Patella an sich etwas unsymmetrisch. Jedenfalls wurde mir eine Stützbandage verschrieben, die ich jetzt tragen soll, bis das Knie sich wieder normal anfühlt.

Joggen wurde mir nicht verboten, so lange ich dabei beschwerdefrei bin und die Bandage benutze. Na, wenigstens ein bisschen Sport darf ich die nächsten zwei Wochen also machen!

Tja, die Bandage … ich bin direkt zum Sanitätshaus, das praktischerweise im selben Gebäude ist, und habe die Verschreibung eingelöst. Ich nahm die billige Variante, da ich keinen Unterschied spüren konnte und für zwei Wochen nicht 26 statt sechs Euro ausgeben wollte, wenn sogar die Fachangestellte meinte, das sei meiner persönlichen Präferenz überlassen. Ich bin nach Hause, zog meine Laufsachen an, werkelte die Bandage übers Knie und muss sagen, dass mein Respekt für Annesch noch einmal gewachsen ist. Alter Schlappen, die Vorstellung, so etwas den ganzen Tag am ganzen Bein zu haben … das ist nix für Weicheier. Lady, you rock!

Jedenfalls lief ich damit meine Runde. Konzentrierte mich darauf, einen Extremtest zu machen um zu sehen, ob das Teil rutscht. Dazu dann noch der Versuch, das Vorderfußlaufen und die kleinen Schritte zu praktizieren. Das Ergebnis: Die besten Rundenzeiten, die ich je hatte (5:08!). Bei gleichbleibendem Kalorienverbrauch. Also laufe ich so einfach effizienter. Coole Sache. Und die Bandage ist auch nicht gerutscht oder hat mich sehr behindert.

Heute war die Kleidungswahl fürs Büro allerdings nicht ganz einfach. Meine normalen Jeans sind skinny und die gingen zwar problemlos über die Bandage, ich sah aber aus wie der letzte Honk, weshalb ich auf meine weiten Sommerhosen zurückgegriffen habe. Kann man Bandagen auch über Leggins/Strumpfhosen ziehen? Dann könnte ich mal wieder Rock tragen. Rock ohne was drunter ist mir in unserem Kühlschrankbüro zu kalt.

Heute Abend werde ich mal nachsehen, ob es im Voldemart Ben&Jerry’s gibt. Da ich derzeit nicht Fahrrad fahren sollte, schränkt das meinen Radius ein und ich muss das Auto für diese Expedition nutzen. Dumme Sache. Hoffentlich ist das Knie bald besser! Außerdem schaue ich Youtube-Videos, in denen B&J-Fake-Eis getestet wird. Hilft nur nicht, da die Fakedinger alle nur Cookie Dough (dass der Tester „dough“ die ganze Zeit wie „duu“ ausgesprochen hat, hat mich irrational aufgeregt … ich bin ein Brit-Nerd) zu haben scheinen. Ich will aber Peanut Butter Cup!

Das sind mal Probleme …

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Ganz nah dran und Spaß mit Fischen

Deshaan Dungeon 65,2 Kilo. Noch 300 Gramm. Aber da ich Samstags und Sonntags immer Tiefstgewicht habe, nur um dann Montags beim wöchentlich zählenden Wiegen wieder unerklärliche Sprünge nach oben zu machen, halte ich das einfach mal hier ohne größere Erwartungen fest.

Normalgewicht wäre natürlich sehr motivierend. Aber erzwingen kann ich es nicht. Ich ziehe einfach weiter meinen Stiefel durch und hoffe, dass es sich irgendwann stabil ergibt.

Gestern waren wir (Waldnymphe, Erklärfaun, ich) bei Arbeitskollegen der Wadnymphe zum Essen eingeladen. Da es Raclette gab, war ich auch ohne Fleisch prima versorgt und konnte mich an samstäglich erlaubten leckeren Sauereien mit massig Kohlenhydraten wie Baguette mit gesalzener Butter und dergleichen laben. Und zum Nachtisch Ben&Jerry´s Eis. Ich liebe Peanut Butter Cup!

Blieb auch im Rahmen, da ich heute auch nicht mehr als gestern wiege.

Ganz andere Baustelle als diese wirklich, wirklich, wirklich gräßlichen „organic, natural, gluten-free, vegan, paleo raw wasabi“-cracker, die ich von Freundin L. geschenkt bekommen habe (die, die mir auch schon „Ayurveda-Schokolade“ angedreht hat. Auch völlig ungenießbar, trocken-bröckelig und staubig im Abgang) und die nicht nur aussehen wie Modellbaurasen, sondern auch so schmecken. Echt jetzt – wer hält so etwas für lecker?

Dann lieber die Industriezuckerbombe mit leicht salzigem Peanutbutter-Eis. Viel besser! Ich fürchte, ich werde nie die fein abgestimmten Geschmacksknospen entwickeln, die für gesundes Essen notwendig sind.

Jedenfalls hatten wir einen sehr schönen Abend. Und als zusätzlichen Unterhaltungsfaktor hat S. ein Aquarium voller kleiner Fische, die einem abgestorbene Hautzellen von der Hand (oder jedem Körperteil, das man zu ihnen hineinhängt) abnagen. Das hört sich vielleicht nach Piranhas an, ist aber ein ziemlicher Spaß! Sie setzen sich einem auf die Finger und es fühlt sich wie eine leichte Massage an. Sehr putzige Tierchen. Der Erklärfaun und ich waren ganz begeistert und haben unsere Hände abgrasen lassen. Die Waldnymphe blieb skeptisch.

Jetzt freue ich mich auf morgen. Halloweenparty! Ich will Couscousfrikadellen machen, weil Fingerfood bei einer Party immer besser ist. Und ich will sie mit Lebensmittelfarbe einbunten. Am liebsten giftgrün. Nur konnte ich bisher noch keine Farbe ohne Zucker finden. Vielleicht gehe ich morgen mal in der Apotheke danach fragen.