Wiegewolf

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

neunundfünfzigste Woche und 61,5 Kilo.

Das Trifecta der Wassereinlagerung: Salz, Kohlenhydrate und zu viel Sport. I haz it. Aber fünf Kilo über Soll ist selbst für meine Verhältnisse echt ein Wort. Noch drei Wochen, dann werde ich in dieser Hinsicht mal etwas entspannen. Körperfettwert als der neue heilige Gral, wenn mich schon das Gewicht nicht weiterbringt.

Glücklich bin ich damit nicht, da ich weiterhin alles richtigmache (getracktes 500er Defizit, Cardio, Kraftsport, viel trinken, Makros und Nährstoffe im Blick und gegebenenfalls supplementieren … yadda, yadda) und trotzdem schon fast wieder auf dem Plateau von vor der no-sports-Woche angekommen bin. Was soll ich denn noch tun? Nie wieder Sport machen, nur damit ich meinen Gewichtskorridor erreiche? Na danke, Skinnyfat ist nicht mein Ziel.

Mehr gibt´s heute nicht, da allgemeine Grantigkeit dank unberechenbaren Körperklumpens. Und überall Autsch dank Muskelkater. Ich habe mich gestern beim Sport ziemlich fertiggemacht, weil ich Lust dazu hatte und mich stark fühlte. Bis mich dann sehr plötzlich alles einholte und ich drei Geräte, die ich nach den freien Gewichten noch anhängen wollte, liegenließ, um nach Hause zu wanken – nein, nach Hause zu joggen. Weil ich statt wie gewöhnlich Fahrrad zu fahren, gerannt bin. Der Rückweg war schneckig, da kaputt. Irgendwie alles nicht so glänzend gerade.

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Ach watt, Leben!, Weniger

Das „M“-Wort

58,3 Kilo heute morgen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch Wasser in mir haben könnte – aber da habe ich mich wohl geirrt. Nicht, dass ich mich beschwere! Mein angestrebter Ideal-Haltekorridor ist zwischen 55 und 57 Kilo. Und das ist nun in greifbare Nähe gerückt.

Das bedeutet, dass ich derzeit einen BMI von etwas über 22 habe. Also vollkommen normal im oberen Mittel. (Behalten wir das mal im Kopf: Oberes Mittel!)

Und trotzdem habe ich es gestern zum ersten Mal gehört. Das „M“-Wort. Magersucht. Und das ausgerechnet von meinem Vater, der rein optisch geschätzt noch nie einen Körperfettanteil von über zehn Prozent gehabt hat. Und nicht im Scherz gemeint, sondern als ernsthafte Sorge meiner Mutter gegenüber (nicht direkt zu mir. Empfängerorientierte Kommunikation war noch nie ein großes Ding in meiner Familie). Ich solle ja bitte nicht magersüchtig werden.

Nun ja. Was soll ich machen? Mein Vater ist niemand, mit dem ich über seelische Probleme sprechen würde. Das ist nicht böse oder bitter gemeint. Es ist einfach eine Feststellung. Man muss die Leute dort abholen, wo sie stehen. Und nicht dort, wo man sie gern stehen hätte.

Ich werde einfach weiter mein Ding machen und weiter nicht magersüchtig sein. Irgendwann versteht er es bestimmt.

Ganz davon ab, dass ich sowieso ab nächster Woche wieder deutlich schwerer sein werde. Zyklus und Training sei dank!

Aber ich weiß, dass mein eigentliches Gewicht eben 58,3 ist. Und nicht das, was mir das Wasser vorgaukeln will. Ich weiß, dass Abnehmen auch für mich funktioniert und dass ich es richtig mache. Oder zumindest im tolerablen Bereich falsch, wie bei allen Dingen.

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Ach watt, Leben!, Weniger

Punktlandung

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59,5 Kilo. Also noch einmal 500 Gramm über Nacht verschwunden. Damit habe ich jetzt einen neuen Tiefststand und bin unter meiner Bestleistung von 59,8 von Anfang Januar. Ich denke, jetzt ist das Wasser auch erst einmal weg und ich habe ein realistisches Wiegeergebnis, das sich nicht mehr sprunghaft nach unten bewegen wird. Natürlich wird es mich maximal frustrieren, wenn ich nächste Woche wieder ins Training gehe und dann das Wasser mit Hurrageschrei zurückkehrt.

Aber ich weiß, dass es tatsächlich nur Wasser ist. Ich weiß, dass ich richtig zähle. Und ich weiß, dass CICO auch für mich funktioniert. Das ist ein schönes Gefühl, das mich hoffentlich auch über das nächste Wasserplataeu trägt. Auf jeden Fall – Alter Falter, ich habe gerade in drei Tagen über zwei Kilo verloren … Nein, habe ich nicht. Die habe ich schon lange verloren. Es war nur Wasser, verflixt noch eins. Ich muss meine Denke anpassen!

Wobei mir im Moment gar nicht so sicher erscheint, ob ich nächste Woche schon trainieren können werde. Denn obwohl ich gestern praktisch schmerzfrei war, fängt das blöde Bein heute wieder mit Ziepen an! Und ich habe keine Lust, dass ich einmal ins Gym gehe und am nächsten Tag wieder so dastehe wie vor einer Woche. Also, was tun? Noch länger pausieren? Die Trainerin fragen? Oder sogar … tatsächlich mal zum Arzt gehen? (Ich hasse es, zu Ärzten zu gehen!)

Das Konzert gestern war zeitlich eine Punktlandung. Ich war exakt um zwanzig vor zehn wieder zu Hause und konnte also zur gewohnten Zeit schlafen gehen. Die Musik hat mir gut gefallen – barockes Gestreiche hat etwas wunderbar Beruhigendes. Generell haben wir den Altersschnitt im Saal heftig nach unten gerissen, was aber vorhersehbar war. Irgendwann war die Luft so verbraucht, dass ich fast eingeschlafen bin. Zum Glück war das erst gegen Ende.

Und natürlich war ich gnadenlos underdressed. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass man sich für ein Konzert an einem normalen Mittwoch aufrüschen muss. Aber selbst wenn mir das bewusst gewesen wäre, hätte ich nichts daran ändern können, weil ich praktisch direkt vom Job in die Kultur gefallen bin und wohl kaum im Kleidchen arbeiten gegangen wäre.

Jetzt freue ich mich auf ein hoffentlich aktives Osterwochenende. Das Wetter mag nicht auf unserer Seite sein, aber wir werden trotzdem unterwegs sein, sofern es nicht stürmt oder regnet.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Weniger

Zwei Kilo in zwei Tagen. Mein Gott, Bob, das ist ja unglaublich!

Mantel
Der geniale Mantel, den mir Annesch geschickt hat. Demnächst gibt´s ein besseres Bild mit Licht und so. Heute morgen war es noch zu dunkel. Zipfelmütze! Ich muss Prinzessin Zelda retten!

In meiner Gewichtsklasse sind zwei Kilo Wasser mittlerweile eine echte Hausnummer! Schwarmintelligenz. Ich sach´s ja! Man riet mir zur Ruhewoche und tatsächlich – das eingelagerte Wasser macht sich unwillig auf die Socken. Ich bin heute Morgen bei glatt 60 Kilo. Was bedeutet, dass ich wohl doch kein Wundertier bin, das Energie aus der Sonne zieht, mich mit den Kalorien nicht selbst bescheiße oder mir des Nächtens löffelweise Kokosöl ins Gesicht stecke. Ich bin sehr zufrieden. Wenn ich mir anderthalb Kilo Muskelaufbau für drei Monate gebe (was anhand von Newbiegains und dank meines Testosterons – me She-Hulk, roaaarrrr!! – realistisch ist), bin ich jetzt fast dort, wo ich rechnerisch sein sollte. Sehr schön. Sehr beruhigend!

Noch ist die Kuh natürlich nicht ganz vom Eis; ich betrachte das Plateau noch nicht als durchbrochen. Aber es ist ein Trend erkennbar. Und ich habe nun ein Instrument, auch in den nächsten Wochen mit der sicherlich unweigerlich zurückkehrenden Stagnation, sobald ich wieder trainiere, umzugehen. Ich werde immer vier Wochen durchtrainieren und dann eine völlige Ruhewoche einlegen, damit das Wasser wieder abfließen kann. Ich finde, das klingt vernünftig. Damit wird die Abnahme zwar zu „zwei Schritte vor, anderthalb zurück“ aber zumindest geht es voran und ich kann weiter trainieren. Klingt gut!

Gestern habe ich ein Paket von der Post abgeholt (der Imperator hat nur 25 Sekunden von zehn Minuten Radfahren erkannt. Lustiger kleiner Scherzbold!). Und darin befand sich … der schönste Elfenmantel der Welt! Oben zu sehen und von Annesch zu mir gekommen. Ich bin unglaublich begeistert. Er passt fast perfekt, dürfte nicht kürzer sein (vor allem nicht an den Armen). Daraus schließe ich messerscharf, dass entweder Annesch auch so ein Zwerglein ist wie ich, oder ich ungewöhnlich lange Arme habe. Eins von beiden wird´s sein! Auf jeden Fall: DANKE! Ich bin entzückt und werde mich revanchieren, das steht mal fest.

Ich habe den Mantel heute direkt zur Arbeit angezogen und werde ihn auch heute Abend tragen, wenn wir in ein Konzert des Heidelberger Frühlings gehen.

Weitere Erfolgsmeldungen: Das Experiment „Flohsamenschalenpudding“ lief optimal. Ich brauche etwas weniger, als gedacht. Mit acht Gramm auf 400 ml Mandelmilch wurde das Ganze sehr fugenkittmäßig. Trotzdem lecker. Das sandige Kaugefühl stört ein bisschen, aber ist zu verschmerzen. Mein heutiges Mittagessen ist also Folgendes:

  • Flohsamenschalen, 5 Gramm – 10 Kalorien
  • Mandelmilch ungesüßt, 400 ml – 52 Kalorien
  • MyProtein Proteinpulver, 12,5 Gramm – 51 Kalorien
  • Flasty´s Blackline Chocolate Chunk, 8 Gramm – 18 Kalorien
  • P2B Dry Peanut Butter, 9,6 Gramm – 36 Kalorien
  • Backkakao, 2 Teelöffel – 50 Kalorien

Ergibt 217 Kalorien. Der Backkakao haut voll rein, aber mir war es gestern nicht schokoladig genug im Geschmack, trotz Flavour. Auf jeden Fall trotzdem eine sehr günstige Mahlzeit, die mich bis abends satt halten wird. Das Abendessen wird sehr hektisch, da mir kaum Zeit zwischen Heimkommen und Aufbruch zum Konzert bleiben wird. Deshalb gibt es belegtes Eiweißbrot. Harzer Käse ist mein Freund! Und ein Eimerchen Fertigskyr vom Lidl, weil ich keine Zeit haben werde, mir Obstquark anzurühren. Convienience-Food für den Gewinn. Aber nur heute!

Ach watt, Leben!, Wiegewolf

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

fünfundfünfzigste Woche und 61,9 Kilo.

Vermutlich ist es ganz gut, die „no sports“-Woche mit so einem desaströsen Wiegeergebnis zu beginnen. Dann kann es nur besser werden und ich bleibe motiviert. Rede ich mir ein. Haha. Wird ganz sicher klappen.

Erklärbar ist es wie immer natürlich ganz großartig. Ich habe am Wochenende viel Shirataki und Konjakpudding gegessen, damit ich Dinge wie ein Pizzabrot und ein Stück Torte ausgleichen konnte. Und Shiratakinudeln trägt man ja bekanntermaßen sehr lange mit sich herum.

Ach, was mache ich mir vor. Das ist alles nur Schönfärberei. Irgendwie esse ich anscheinend trotz Tracking meinen Gesamtumsatz. Und das ist verdammt traurig. Denn richtig toll ist es nicht, was ich im Moment so zu mir nehmen darf. Wenn so der Rest meines Lebens aussieht … na danke! Noch fünfzig Jahre lang nur zwei Mahlzeiten am Tag und 1200 Kalorien ist wirklich keine schöne Aussicht. Aber wenn die Alternative „wieder aufgehen wie ein Hefekloß“ lautet, habe ich keine andere Wahl, als mich damit abzufinden, dass Freude an und entspannter Umhang mit Nahrung ab jetzt Vergangenheit sind.

Logische Konsequenz wäre, dass ich diese Woche zunehme, weil ich schließlich den ausgleichenden Faktor „Training“ weggenommen und deshalb einen geringeren Gesamtumsatz habe.

Um zu zeigen, was mich jede Woche auf Stand hält (oder sogar zunehmen lässt), übertrage ich mal, was ich heute essen werde:

Frühstück:

  • Gibt´s nicht

Mittagessen:

  • 400 ml Mandelmilch ungesüßt (52 Kalorien)
  • Ein Scoop Flasty´s Blackline Marzipan (9 Kalorien)
  • Zwei Teelöffel P2B Dry Peanut Butter (23 Kalorien)
  • MyProtein Proteinpulver, 12 Gramm (51 Kalorien)

Summe: 135 Kalorien

Abendessen:

  • Tomaten, 200 Gramm (40 Kalorien)
  • Gelberüben, 200 Gramm (52 Kalorien)
  • Sojasauce, 30 Gramm (23 Kalorien)
  • Zucchini, 300 Gramm (51 Kalorien)
  • Spitzpaprika, 150 Gramm (56 Kalorien)
  • Tofu, 250 Gramm (190 Kalorien)
  • Erdnussbutter-Cocos-Spread, 20 Gramm (119 Kalorien) – siehe meinen letzten Post
  • Ein halber Apfel, 100 Gramm (52 Kalorien)
  • Ein Scoop Flasty´s Tinymilk Chocolate (9 Kalorien)
  • Banane (115 Kalorien)
  • Magerquark, 250 Gramm (165 Kalorien)

Summe: 872 Kalorien

Macht zusammen: 1007 Kalorien

Das ist exemplarisch für meine Ernährung der letzten Wochen. Variablen sind Getränke (ich trinke auf der Arbeit nur ungesüßten Tee, zu Hause aber auch mal Lightgetränke, die pauschalisiere ich mal mit 50 Kalorien pro Abend, was echt verdammt viel wäre, bei 7 Kalorien pro 100 ml). An manchen Tagen kommt Kaffee mit Sojamilch dazu, also nochmal 27 Kalorien. Und vier zuckerfreie Bonbons, 28 Kalorien. Komplett im Gesamtfall also 1112 Kalorien. Und damit halte ich mein Gewicht. Bei einem Grundumsatz von etwas über 1200 Kalorien. Ich bin das Perpetuum Mobile! Ich erzeuge Energie aus dem Nichts!

Ich hoffe, meine Frustration ist verständlich.

Wenigstens sonst läuft alles Bestens. Meine Mutter liebt die Waldnymphe. Fand sie auf der Stelle völlig entzückend und hat ihr sofort gesagt, was sie doch für einen positiven Einfluss auf mich ausüben würde. Ich glaube, es gibt eine spezielle Hölle, in der man jeden Tag seine Lebenspartner der Familie vorstellen muss. Oder den Familien der Lebenspartner vorgestellt wird. Mein Vater war auch recht offen und freundlich für seine Verhältnisse. Der Rest eher ein bisschen peinlich. Wobei ich mit „ein bisschen“ „bis auf´s Blut“ meine. Wie gesagt … spezielle Hölle. Aber – sie meinen´s ja nur gut. Allesamt und jeder davon. Hoffe ich.

Training, Weniger

Rückkehr des Wundertiers

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Kaum bin ich wieder zu Hause und ernähre mich wieder gesund, eiweißreich und ausgewogen, schnellt mein Gewicht über Nacht um anderthalb Kilo nach oben. Ich bin also wieder auf meinem seit Monaten andauernden Plateaustandard angekommen, den ich in Paris so mühelos losgeworden war.

Ich weiß einfach nicht mehr. Vielleicht vertrage ich gesunde Ernährung einfach nicht mehr. Vielleicht sollte ich auch zu Hause auf Zuckerkram, Weißmehl und Fett umstellen, damit ich abnehme. Mit Protein, Vollwert und Gemüse funktioniert es jedenfalls nicht!

Mein Körper ist das speziellste aller Schneeflöckchen. Furchtbar.

Egal. Weiter mit Krafttraining, die Stellschraube Ernährung verstehe ich einfach nicht mehr.

Gestern habe ich meine Einführung in das Trainieren mit freien Gewichten bekommen und hatte großen Spaß. Ich werde ein Lat-Gerät in meine normale Routine neu aufnehmen, um mich auf Klimmzüge vorzubereiten, ansonsten habe ich jetzt mit Deadlifts, Benchpress, Squats und Tricep Dumbbell Kickbacks angefangen, weil mein Trizeps im Moment noch Pudding ist.

Richtig Gelegenheit, mit freien Gewichten zu trainieren habe ich nur jetzt im Urlaub und ansonsten einmal die Woche Sonntags. Denn zu meinen anderen Gym-Zeiten ist das freie-Gewichte-Gebiet derartig mit knabenhaftem Testosteron geflutet, dass man kaum durchkommt. Und das muss ja nicht sein, dass ich mich da auch noch mit reinquetsche.

Wenn ich mir oft genug sage, dass es mir nichts ausmacht, dass ich es trotz getracktem Defizit nicht schaffe, weiter abzunehmen, weil ich ja so toll Muskeln aufbaue … glaube ich es mir irgendwann?

Weniger

La baleine – der Wal

Immer noch 62 Kilo. Exakterweise sogar 100 Gramm mehr. Vielleicht sollte ich mich nur noch einmal die Woche wiegen. Aber das wäre sich nur in die Tasche gelogen. Und den Ursachen bringt es mich auch nicht näher. Ich bin diese Woche jeden Tag 400 Kalorien im Defizit. Ohne Selbstbeschiss. Korrekt getrackt. Trotzdem keine Abnahme. Aber letzte Woche war das Defizit ja auch bedeutend größer und trotzdem habe ich nur einen Tag lang abgenommen, um am nächsten Tag sofort alles mit Bonus wieder draufzuhaben.

Man kann über die Albernheit von Fettlogiken lachen wie man will – wenn man gerade Setpoint, Hungermodus und den Jojo-Effekt auf einmal erlebt, fängt man schon an, sich Gedanken zu machen. Und nein, ich wiederhole es – ich bescheiße mich nicht um Kalorien. Geht gar nicht, da ich jede Mahlzeit vorbereite, keine Süßigkeiten oder Snacks im Haus und auch nachts keine halbe Dose Kokosöl gegessen habe. Und dass mein TDEE nur 1200 Kalorien sein sollte, kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Also bleibt Ratlosigkeit. Und hilfloser Ärger, dass es bei anderen Leuten so mühelos zu klappen scheint. Wenn ich mir vorstelle, so eine Phase (ich hoffe, es ist eine Phase. Aber der dritte Monat in Folge fühlt sich nicht mehr nach „Phase“ an) am Beginn der Abnahme und nicht im Normalgewichtsbereich bekommen zu haben, wird mir anders. Dann hätte ich die ganze Abnehmerei sehr schnell hingeschmissen.

Und es hilft nicht, dass ich jede Woche einen Tag lang unter 60 Kilo bin, wenn ich den Rest der Woche zwischen 61 und 62 hänge. Diese Woche sogar noch schlimmer.

Zum Arzt möchte ich auch nicht. Mein Hausarzt ist eher begrenzt hilfreich. Da muss ich alleine durch. Und was könnte er mir auch sagen? Meine Fingernägel sind besser als je zuvor (sogar diese Rillen, die ich schon fast mein ganzes Leben lang habe, gehen weg), meine Haare sind super, meine Haut ist großartig, ich bin fit und energiegeladen … Nährstoffe scheinen also zu laufen. Es ist alles prima. Nur dass ich mit einem Defizit nicht ab-, sondern zunehme. Was nicht möglich sein sollte.

Diese Woche noch Eiweiß. Nächste Woche Shirataki/Eiweiß (mit nicht mehr ganz so viel Eiweiß, aber mit noch heftigerem Defizit). Und dann ziehe ich Bilanz.

Weniger

Ungewöhnliche Zeiten, ungewöhnliche Maßnahmen

Durcheinander in TESO, Durcheinander in meinem Kopf – alles eine Soße.

Mir reicht es mit dem Plateau. Ich verliere sehr gründlich die Geduld. Und was, wenn es gar kein Plateau ist, sondern mich MyFitnessPal mit den Kalorienwerten einfach nur völlig in die Irre geführt hat? Immerhin fiel der Beginn der Stagnation exakt damit zusammen, als ich angefangen habe, meine Kalorien über diese App zu zählen. Zufall?

Jedenfalls muss ich jetzt aktiv werden, sonst schnappe ich über. Ich habe schon wieder Schlafstörungen, bin aggressiv und völlig unerträglich. Wobei das auch am beginnenden Frühling liegen kann. Ich kann mich an keinen März der vergangenen Jahre erinnern, in dem ich auf mehr als drei, vier Stunden Schlaf pro Nacht gekommen wäre. Wobei sich das mittlerweile zu einer reinen selbsterfüllenden Prophezeiung gemausert haben könnte – immerhin erwarte ich ja, dass ich im Frühling schlaflos werde.

Egal. Zeit, etwas zu tun, ist auf jeden Fall.

Also werde ich testweise nächste Woche komplett auf MyFitnessPal pfeifen und meine Kalorien selber tracken. Dazu noch massiv herunterfahren. MFP lässt einen unter tausend Kalorien keinen Tag abschließen. Was für mich irrelevant ist, da ich das sowieso in 90% der Fälle vergesse und die Voraussagen zum Gewicht aus der App ein schlechter Witz sind.

Ich werde am Sonntag also Folgendes für jeden Tag der Woche vorkochen:

  • 200 g Shirataki – 20 kcal
  • 200 g Gelberüben – 62 kcal
  • 400 g Dosentomaten – 88 kcal
  • 50 g Zwiebeln – 15 kcal
  • 96 g Kichererbsen (krumme Zahl, aber die Dose hat 480 Gramm) – 115 kcal
  • 200 g Zucchini – 46 kcal
  • 100g Spitzpaprika – 37 kcal

Macht zusammen 403 Kalorien. Und ergibt einen ziemlichen Haufen Matschepampe der wohlschmeckenden Art. Vielleicht haue ich noch einen Löffel Joghurt rein, dann käme ich auf 423 Kalorien. Wird in jedem Fall eiweißmäßig eine knappe Woche werden, was meinen wachsenden Muskeln kaum gefallen kann. Schade, da ich gerade an den Oberarmen im Moment richtig heftig zulege, das muss ich mal wieder dokumentieren. Tatsache bleibt, dass ich weiter abnehmen muss, sonst sieht man die Muskeln unter dem zu hohen Körperfettanteil auch nicht. Und sollte diese Woche erfolgreich sein, werde ich MyFitnessPal im Folgenden den Finger zeigen.

Mein Mittagessen lasse ich gleich. Das ist mit 415 Kalorien auch im selben Rahmen.

Wenn Abnehmen einfach wäre, gäbe es nicht so viele dicke Leute. Aber dass Abnehmen so stressig sein kann, sagt einem auch niemand!

Korrektur des Abendessens Dank Wrens Mithilfe:

  • 200 g Shirataki – 20 kcal
  • 200 g Gelberüben – 62 kcal
  • 20 g getrocknete Tomaten – 36 kcal
  • 50 g Zwiebeln – 15 kcal
  • 250 g Magerquark – 180 kcal
  • 200 g Zucchini – 46 kcal
  • 100g Spitzpaprika – 37 kcal

Ergibt 396 Kalorien. Und vermutlich schaffe ich so eine Portion nicht mal im Traum. Das sehe ich dann beim Kochen, was das für einen Berg ergibt!

Ach watt, Leben!, Training, Weniger

Jubiläumsgewicht auf ungute Weise

250 Jahre Sandburgenbau auf Wangerooge und vier Wochen dasselbe Gewicht für mich. Ich hätte also den ganzen letzten Monat jeden Tag zusätzlich eine dreiviertel Tafel Schokolade reinhauen können, ohne dass ich damit schlechter dastünde als jetzt. Das saugt ganz schön. Aber was kann ich schon tun, außer weiterzumachen? Nichts. Genau das.

Aber die letzte Zeit war prinzipiell sowieso ziemlich verschwendet. Krankheit, Stress und keine Erholungsmöglichkeit. Ich brauche ein Ende des Fastnachtsverkaufs und damit endlich, endlich, endlich wieder Wochenenden für mich. Ich werde immer unkonzentrierter und gereizter. Ich vergesse alles Mögliche und habe immer wieder das Gefühl, einen beliebigen Gesprächspartner anschreien zu müssen. Ich bin nicht dafür geschaffen, wochenlang durchzuarbeiten. Im neunzehnten Jahrhundert wäre ich also gnadenlos untergegangen. Oder hätte mich sofort den Sozialisten angeschlossen. Nein. Den Anarchisten. Das ewige Thema zwischen mir und dem Erklärfaun. Wir sind beide Anarchisten, er allerdings libertär/individualistisch und ich kollektivistisch. Was immer wieder zu hitzigen aber guten Diskussionen führt, während derer die Waldnymphe auf uns einschläft. Ja, die Salonrevoluzzer, das sind wir (tonnenweise Dosenbier …).

Auf jeden Fall brauche ich endlich Zeit, um abzuschalten. Egal wie. Aber noch liegen zwei Wochen vor mir. Zwei Wochen, in denen ich das Beste aus einem mageren Sonntag machen muss.

Diesen Sonntag werde ich Müslikekse backen. Und eventuell Bananananenbrot (Bananananen!). Im Ohne-Unsinn-Forum gab es einen Thread dazu und ich werde mal sehen, ob ich den Frühstückskuchen dahingehend abwandeln kann. Ja, ja – kaum hat ma backtechnisch was geklappt wird se übermütich, nech? Aber mir ist nun mal danach. Und die Küchenmaschine will genutzt werden!

Und trainieren möchte ich am Sonntag natürlich auch.

Das Training gestern lief großartig. Ich hatte unglaubliche Energie und konnte gut nachlegen. Cardio hätte ich locker doppelt so lange durchziehen können – aber ich wollte an die Gewichte. Und ich musste auch nirgendwo warten, obwohl das Gym ständig voller wird. Jede Woche sehe ich die Trainer mit zwei, drei neuen Leuten herumgehen. Wie soll das funktionieren, wenn es jetzt schon zu den Peaktimes so gestopft voll ist? Es heißt ja, dass die meisten Gym-Mitgliedschaften nicht genutzt werden, aber hier scheint das irgendwie nicht zuzutreffen. Es werden einfach mehr und mehr Leute. Und ich kann nun mal nur nach der Arbeit. Was die ganzen Rentner und Hausfrauen nicht anficht – die sind auch zu diesen Zeiten da. Ist wie beim Einkaufen. Wenn ich mal in Rente bin werde ich nur morgens um elf unter der Woche trainieren gehen, damit ich meine Ruhe habe! Und nicht sehen muss, was der Man-Bun—Mann an T-Shirts trägt. Das ist ein echt hübscher, gut trainierter Typ, der seine langen Haare während des Trainings aus unerfindlichen Gründen zu einem Dutt mitten auf dem Kopf geknödelt trägt, was ihm entfernte Ähnlichkeit mit der Tochter der Mymla beschert. Und dazu trägt er gelegentlich ein Shirt, das aussieht, als sei es die obere Hälfte von Borats Mankini. Ohne Witz – nur Streifchen über die Nippel.

So kann man sich auch entstellen.

Naja, ist ja seine Sache und geht mich nichts an. Aber lachen darf ich trotzdem. Darf er auch über mich!

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training

Mühsal und so. Keine Dinosaurier.

Immer noch 61,6 Kilo. Ich erinnere mich dunkel, dass ich beim letzten Mal, als ich krank war – irgendwann letzten Sommer – auch ein unglaublich langes Plateau produziert habe. Mindestens vier Wochen. Also eigentlich schon kein einfaches Plateau mehr, sondern mehr ein Tafelberg oder eine Mesa. Leider ohne prähistorische Fauna. Klingt nach prima Aussichten, dass ich das Gewicht jetzt noch einige Zeit mit mir herumschleppe.

Ich werde das beobachten. Sollte es genauso lange dauern, habe ich den Beweis, dass mein Körper in dieser Hinsicht eben so gestrickt ist. Wäre nicht die erste Anomalie!

Gestern fiel mir das Training unglaublich schwer. Ich habe keine Ahnung, warum. Schon beim Aufwärmen war ich müde und danach kam mir alles deutlich anstrengender vor als normal, obwohl ich nirgendwo mehr Gewicht aufgelegt habe. Das Abwärmen war dann noch einmal ein echter Krampf und zum ersten Mal seit längerer Zeit war ich froh, als ich nach dem Sport nach Hause konnte.

Außerdem hat die Waldnymphe vergessen, mir das Rezept für ihren köstlichen low carb-Frühstückskuchen zu schicken und ich traue mich nicht nachzuhaken, weil ich nicht stressen will. Hirn im Laufrad und so.

Irgendwie ist derzeit in einfach allem der Wurm drin. Das nervt.

Da hilft es auch nicht, dass mein derzeit bevorzugtes Eskapismus-Instrument gestern eine grandiose Erweiterung angekündigt hat …

Im Juni bekommt TESO nämlich einen Morrowind-DLC, der nicht nur das riesige Vvardenfell-Gebiet, sondern auch eine neue, interessante Klasse bringen wird. Und natürlich bin ich maximal angefixt. Was nicht gut ist. Denn wenn ich im RL gerade gestresst bin, nichts so richtig läuft und ich mich einfach nur verkriechen möchte … ist so eine digitale Zockverlockung genau das, was ich nicht gebrauchen kann. Denn dann kapsle ich mich ab, ziehe mich völlig zurück und baue meinen Ängsten und der grauen Ebene damit die schönste aller Sprungschanzen direkt in meinen Kopf.

Ich muss es schaffen, den schwierigen Weg zu gehen. Das Anstrengende zu tun. Und trotz Plateau, Ängsten, Blödfühlen raus zu gehen. Leute zu treffen. Weiterzumachen.