Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe haben viel zu tun

Druck

… denn nicht nur habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Topinambur (nicht, wie auf Instagram steht, Tapioka – Autokorrekt ist manchmal eine bizarre Bitch, ich habe es zu spät gemerkt und man kann einen Instagram-Post ja nicht mehr korrigieren. Zumindest wüsste ich nicht, wie … Update: hilfreicher Tipp war hilfreich! Merke: Desktop-App nicht korrigierbar, mobile App korrigierbar!) probiert, sondern es gab auch einige andere Premieren. Diese nicht wirklich Nahrungsrelevant, aber da sind meine Wölfe überhaupt nicht picky.

Topinambur -Carrot-Bellpepper-Zucchini-Shiratakinoodles #vegan #mealprep

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Aber zuerst Topinambur. Den gab es am Donnerstag überraschend beim Lidl und ich habe spontan eine 400-Gramm-Packung davon mitgenommen. Ich hatte keine Ahnung, keine Erwartungen, bekam von der Waldnymphe den überaus wertvollen Hinweis „Nicht wundern, der wird nicht wirklich weich!“ und habe mich, wie immer, wenn ich in solchen Dingen unsicher bin, auf ein unkompliziertes Ofengemüse zurückgezogen. Einfach Topinambur, Gelberüben, Zucchini und Paprika kleingeschnitten und mit Tomatengemetzel in den Ofen verfrachtet. Dort bei 180 Grad 40 Minuten verbleiben lassen und mich dann über ein sehr, sehr schmackhaftes Abendessen gefreut. Topinambur wuselt kalorientechnisch zwar im Kartoffel-Ballpark herum, aber ich habe die Portion durch drei geteilt, so dass ich nun drei Tage lang immer nur so 130 Gramm Topinambur dabeihabe. Also alles vertretbar. Auf jeden Fall sehr gut, kann man wieder machen.

Der Rest des Wochenendes war auch überraschend aktiv. „Überraschend“ deshalb, weil mir der plötzliche Temperatursprung von minus fünf zu plus zehn Grad gar unschöne Kopfschmerzen und Müdigkeit beschert. Sollte eigentlich effektiv alles verhindern, was mit Bewegung zu tun hat.

In diesem Fall aber nicht. Ich war das erste Mal in diesem Jahr wieder Laufen! Aus verschiedenen Gründen eine blöde Idee (Fuß schmerzt, Schulter schmerzt …) und auch gleich wieder auf meine üblichen fünf Kilometer zu gehen, statt die verkürzte Runde zu laufen, war dämlich … aber manchmal muss man eben auch unvernünftig sein. Und nach den ganzen Rückschlägen der letzten Wochen brauchte ich so dringend ein Erfolgserlebnis!

Zum Glück hat mein Körper mitgespielt. Und die Hammerdosis Ibuprofen tat ihr übriges. Außerdem scheint mein winterliches Cardio-Programm auch einen gar zu großen Leistungsverlust verhindert zu haben. Jedenfalls lief ich die fünf Kilometer in ungefähr 31 Minuten (sagte die Kirchenuhr – ich habe den Imperator nicht genutzt! So schlau war ich dann doch), was in etwa meinem prophezeiten sechs-Minuten-Schnitt entsprach. Außerdem hatte ich kein einziges Mal das Bedürfnis, aufs Gehen auszuweichen. Ich bin komplett durchgejogged. Am Ende der Strecke war ich dann zwar für die Wurst – aber zu meinem immensen Stolz haben sich Atmung und Herzschlag sehr schnell wieder normalisiert.

Heute Morgen tun mir nun auch noch die Oberschenkel heftig weh, weil Fuß und Schulter schließlich nicht gereicht haben – aber das habe ich mir hart erarbeitet. Das darf so sein!

Und was war sonst noch Bemerkenswertes los?

Wir waren beim Goldschmied.

Wegen Ringen.

Wir. Die drei Bindungsscheuen.

Ein extrem cooler Goldschmied mit einem in einem Hinterhof versteckten Atelier im noch nicht gentrifizierten Teil der Innenstadt noch dazu. Er arbeitet viel mit Abgüssen von Insekten und anderen verlorene-Form-Sachen. Sehr, sehr schick. Wir wollen Grasringe aus Edelmetall. Das wird so laufen, dass wir, sobald die Natur auf Frühling geschaltet hat, mal ein Picknick machen gehen und uns gegenseitig aus echtem Gras Ringe flechten. Mehrere pro Person, damit man sehen kann, welche am besten werden. Diese Ringe tragen wir zum Goldschmied und der gießt uns die Ringe. Bearbeitet sie noch nach, bringt sie auf unsere Ringgrößen (ich hatte noch nie Ringe und weiß nun, dass meine Ringgröße 52 ist) und was man sonst noch tun muss.

Ich bin sehr gespannt, wie das laufen wird. Der Goldschmied hat, nachdem er sich auf dem Weihnachtsmarkt mit der Waldnymphe über unser Projekt unterhalten hatte, mal einen Test-Gras-Silberring gebaut und der sieht schon sehr cool aus. Wenn man sich im Internet umsieht, bieten noch mehr Goldschmiede solche Ringe an – aber keine davon sehen genau so aus. Und anscheinend wickelt auch bei keinem der Kunde selbst seinen Ring.

So, jetzt auf in eine Woche, die nicht nur eine Illustration für eine Torte (ja, Torte) bereithält, sondern auch einsames die-Stellung-halten, weil Kollege in Urlaub ist. Hoffentlich bleibt es ruhig …

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