Tattoo

Termine, rote Haare, Sportbelanglosigkeiten

Ein friedliches Wochenende ohne besondere Ereignisse. Der Erklärfaun und ich haben Tätowiertermine ergattert und waren angenehm überrascht, dass der Laden Freitag Abends sehr leer war (sonst steht man auch zum Terminemachen lange an – sind halt gut!). Außerdem erfuhren wir, dass einer der Stammtätowierer eine eigene Show im Fernsehen bekommt (auf irgendeinem Privatsender, vergessen welcher. Im Zweifel immer RTL2) – was dazu führte, dass wir beide sofort beschlossen, auf gar keinen Fall dann einen Termin haben zu wollen, wenn gedreht wird.

Komische Sache. Es ist schon langweilig, stundenlang herumzuliegen, während man selbst tätowiert wird … jemandem im Fernsehen dabei zuzusehen, muss doch noch um den Faktor zehn öder sein! Na, nicht unsere Sorge.

Mein Termin ist im November. Dann kann ich gleich etwas Urlaub abbauen. Denn mit einer frischen Unterarmtätowierung arbeiten zu gehen, wenn man eben diesen Unterarm den ganzen Tag auf dem Tablett aufliegen haben muss, wäre unschön. Das freut dann auch die Personalabteilung. Immerhin habe ich auch mit Prag schon abgezogen immer noch zwanzig Tage herumgammeln …

Samstags hat die Waldnymphe mir dann die Haare nachgefärbt. Jetzt bin ich wieder Stoppschildrot statt Orang-Utan-Orange. Nach dem Färben wanderten wir zu einer neuen (?) Eisdiele in der Brückenstraße, wo man sein Eis auch mit Überzug und bunten Streuseln nach Wahl bekommen kann. War sehr lecker.

Abends holten wir uns was vom Inder (das Restaurant mit dem angepriesenen Vorteil „Fliesenboden“), der aber leider mein Essen völlig vergaß, so dass ich nur Nan, Reis und gestohlene Soße von den anderen zum Abendessen hatte. War ganz gut, dann konnte ich noch ein bisschen Schokolade nachlegen, während wir uns auf der Couch breitmachten und den unglaublich schlechten Film „The Great Wall“ anschauten, in dem Kaffeekapselfarbene Menschen gegen Monster kämpften. Die Frauen trugen Boobplate. Mehr muss man eigentlich nicht wissen. Willem Dafoe tat einem ein bisschen leid.

Außerdem gab es gestern Kraftsport und Crosstrainer. Ich war nicht ganz so gut drauf, was aber bestimmt immer noch Nachwirkungen der Pause sind.

Heute morgen war ich dann direkt in der schönen kühlen Luft laufen, als die Sonne gerade aufging. Dafür wurde ich mit ganz guten, wenn auch nicht umwerfenden Zeiten belohnt. Ich habe mal wieder festgestellt, dass ich echt unelegant laufe. Sieht zumindest bei Seitenblicken in Schaufenster (der letzte Kilometer ist Innenstadt) so aus. Wie so ein Panzer. Zum Joggen nur auf Ketten! (I see myself out …)

Und nachher motiviere ich Muttereinheit zu einer sehr kurzen (eine Stunde) Fahrradtour. Länger sollte es echt nicht sein, da sie seit zehn Jahren nicht mehr regelmäßig auf dem Rad saß. Da fangen wir klein an. Ich habe letztes Jahr sogar mit noch kürzeren Einheiten begonnen. Aber ich denke, wenn wir langsam machen und Pausen einplanen, sollte eine Stunde schon gehen. Ich bin gespannt!

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Test-Wasserballon

Wolftattoo_Test

Man kann in einer Überschrift mehrere Themen verbinden! Und das mit nur einem zusammengesetzten Wort!

Als erstes natürlich: Mein nächstes Tattoo. Die Waldnymphe hat mich fotografiert und ich habe meinen ersten Entwurf mal an die richtige Stelle platziert. Ob ich damit zufrieden bin, weiß ich noch nicht. Denn eigentlich wollte ich nie Tattoos an Stellen, die ich ohne die Hilfe mehrerer Spiegel nicht sehen kann. Die Stelle meiner Wahl – über dem rechten Beckenknochen – wurde aber generell als „echt prollig“ abgetan und nun bin ich verunsichert. Vielleicht fotografiere ich mich noch einmal, um den kompletten Bezug zum schon Vorhandenen auf dem rechten Arm zu haben.

Am Samstag wollte der Erklärfaun sowieso in unsere Tattoobutze, da könnte ich mich mal beraten lassen. Obwohl dort Samstags immer der Papst im Kettenhemd steppt und man ewig warten muss. Mal sehen.

Und als zweites Element der Überschrift: Wasser. Immer noch vier fucking Kilo davon auf den Rippen! Ich spüre es deutlich und komme langsam in die jetzt-nervt´s-Zone. Am besten eine komplette Woche ganz ohne Sport oder was? Das kann´s ja auch nicht sein!

Auf jeden Fall erstaunlich: Früher hätte ich behauptet, dass niemand solche Schwankungen merken könnte. Aber mittlerweile sind vier Kilo Wasser echt ein ganz anderes Lebensgefühl. Vor allem: Nicht nur, dass der Dreck am Bauch sitzt … nun reiben auch manchmal, wenn ich mich seltsam bewege, meine Oberschenkel beim Laufen wieder aneinander! Das geht mal gar nicht. Das muss aufhören. Aber was soll ich außer Brennnessel/Grüntee trinken und Sport ausfallen lassen noch machen? Wieder Defizit essen? Bringt bei Wassereinlagerungen grade mal überhaupt nichts, wäre also nur eine Panikreaktion.

Abwarten. Ruhig bleiben. Die Notausgänge befinden sich an den Seiten.

Innerer Krampf

Ich habe angefangen, an meinem nächsten Tattoo zu arbeiten. Das soll aufs rechte Schulterblatt.

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Abnehmen und fit werden. Das war einfach, das war logisch, das war nachvollziehbar und das hat vor allem richtig Spaß gemacht. Ich konnte deutliche Erfolge sehen und alles lief nach Plan. So hätte es weitergehen können.

Aber irgendwie … habe ich dieses Mindset verloren. Nichts klappt, alles ist mühsam und meine Gedanken kreisen viel zu sehr um „du musst, damit“ und „du darfst nicht, weil“. Und das ist keine schöne Situation. Ich züchte mir eine kleine Zwangsstörung und das kann nicht Sinn des Projekts „gesund und stark werden“ sein.

Ich habe mir zwar vorgenommen, ab Juni nur noch den Körperfettanteil zu beobachten und mir zu diesem behufe sogar eine Omron BF 115 bestellt (ist im Angebot und gab Coupons für. Hurra, Gelegenheit!) … aber nun wurde mir gesagt, dass der KFA genauso lämmerschwanzartig wackelt wie das Gewicht – und zwar aus genau denselben Gründen! Echt jetzt? Und das heißt nun also, dass ich eigentlich überhaupt gar keine Möglichkeit habe, meine Fort- oder Rückschritte zu bemerken um rechtzeitig gegenzusteuern? Ich bin darauf angewiesen, ob mir meine Klamotten noch passen?

Das kotzt mich so meterweit an, dafür gibt es keine Worte. Warum passiert mir das? Und warum hat es dreißig Kilo lang prima und problemlos geklappt mit dem Abnehmen und kaum will ich auch noch fit und muskulös werden, heble ich alle Gesetze der Physik aus?

Nervig. Aber zum Glück hatte ich ein Erfolgserlebnis. Die Rückkehr der Joghurtlöffel!

Ich habe mir vor ein paar Monaten sechs günstige Löffel von perfekter Stiellänge gekauft. Ich nutze sie zum Quark/Skyr/Joghurtessen aus tiefen Schüsseln und für meine monströsen Kaffeetassen („Mäusebadewannen“ nennt die Waldnymphe sowas). Aber irgendwie scheinen kleine Löffel mit Socken verwandt zu sein. Denn es wurden mit jeder Stadtrundfahrt in der Spülmaschine weniger. Zunächst bemerkte ich es nicht, aber dann fiel mir auf, dass ich immer schneller auf die unglücklich kurzen Normal-Teelöffel zurückgreifen musste. Wie konnte das sein? Die SpüMa läuft eigentlich jeden zweiten oder dritten Tag, da sollte ich bei zwei Löffeln am Tag und sechs Stück insgesamt locker hinkommen! Ich zählte im Besteckkasten durch und kam auf … drei! 50% Schwund! Wie war denn so etwas möglich? Nicht in der Firma vergessen, nirgendwo mit hingeschleppt … Hmmm …

Ich blieb ratlos, bis ich irgendwann entdeckte, dass im Besteckkastenabteil der Gabeln zwei seltsam dünne Stiele hervorragten. Hurra! Löffel! Eine wilde Suche des Restkastens förderte dann in der „Diverses“-Sektion (Sparschäler, Gemüsemesser, Flaschenöffner …) den letzten fehlenden Löffel zu Tage.

Warum ich in völliger Umnachtung dieses Bestecktetris gespielt habe, kann ich mir im Nachhinein nicht erklären. Aber in Zukunft bin ich gewappnet.

Wenn man nicht hinsieht, geht es voran!

Heute habe ich ganz, ganz kurz die glatte 65 im Waagendisplay gehabt – dann sprang es wieder auf 65,4. Ich bin gespannt, ob sich das über das kommende Wochenende hält, verbessert oder wieder völlig aus dem Ruder läuft. Denn die nächsten Tage werden definitiv nicht einfach, wenn man sie im Lichte des Abnehmenwollens betrachtet. Am Samstag werden die Waldnymphe und ich uns in Mannheim herumtreiben und dabei nicht nur vermutlich mittags essen gehen, sondern auch noch über den Weihnachtsmarkt wandern. Ich bin nun kein großer Fan von Süßigkeiten, die man auf solchen Veranstaltungen bekommt (mit Kräuterbonbons kann man mich jagen) – aber sollte es schokolierte Früchte geben, bin ich vermutlich schwierig festzuhalten. Doch damit nicht genug: Am Sonntag feiert mein Vater Geburtstag. Und er ist Bäckermeister (unter anderem. Er ist dann doch lieber Kfz-Mechanikermeister geworden als den Familienbetrieb zu übernehmen) … weshalb der weltbeste Splitterkuchen und die weltbeste Schwarzwälder die Kaffeetafel zieren werden. Mittlerweile ist es tatsächlich eher der Splitterkuchen als die Schwarzwälder, was mich lockt. Was seltsam ist, da es die Torte wirklich nur zu ganz besonderen Anlässen gibt. Aber egal wie – ich werde Kuchen essen.

Und weil ich morgen die Fortsetzung eines Tattoos am rechten Oberarm Richtung Schulter gestochen bekomme, darf ich eine Woche keinen Sport machen. Was nicht hilft, wenn man ein so glücklich-fraßlastiges Wochenende plant. Na, wird schon werden.

Der letzte Trainertermin gestern war wieder sehr schön. Ich wurde noch einmal korrigiert aber es lief schon ziemlich reibungslos. Ab dem nächsten Mal (also dank Tat wohl am Donnerstag) bin ich dann auf mich selbst gestellt.

Mein MP3-Player leistet hervorragende Dienste. Das Auf- und Abwärmen auf dem Crosstrainer war sehr unterhaltsam. Dank Egil Saga sogar länger als geplant, weil ich das Lied noch fertig hören wollte. Mal sehen, wie selbstbestimmtes Training sein wird. Ich habe zwar mein Kärtchen mit allen Informationen – aber manche Maschinen sind doch reichlich komplex. Die müssen mir noch in Fleisch und Blut übergehen.

Auch sonst geht es voran. Die Weihnachtsgeschenke für die Waldnymphe, den Erklärfaun und seit gestern auch Frau Schwan sind fertig. Nun arbeite ich an den Bildern für H. und G. Der Nörgelbär bekommt Gutscheine für Steam und Battlenet, da kommt nur ein Bild dazu, falls ich noch Zeit haben sollte. Für A. wollte ich eventuell auch noch etwas Kleines zeichnen … aber dann wäre ich mit Weihnachten wirklich durch. Außer natürlich mir fällt etwas Passendes für K. und I. ein. Aber das ist sehr optional. Die Schenkorgie hält sich bei uns zu meiner Freude wirklich in Grenzen. Denn wenn man fast alles selbst bastelt, kann das echt anstrengend werden.

Unzusammenhängend: Ich habe mir für morgen, wenn ich beim Frisör darauf warten muss, dass die Strähnchen der Waldnymphe … äh … getrocknet? … ausgehärtet? … sind, noch ein paar neue Bücher auf den Kindle geladen. Matt Ruffs „Mirage“ wollte ich schon lange lesen. Weil ich gerade dabei war, habe ich mir „Fool on the Hill“ digital geholt. Ist einfach bequemer als der Riesenschinken von Holzmedium. Und da ich schwer aufhören kann, wenn es um Bücher geht, habe ich mir noch eine kommentierte Oscar-Wilde-Gesamtausgabe und „Song of Sorcery“ zugelegt. Ja, beides besitze ich auch nicht-digital. Aber … siehe oben.

Also, auf ins Wochenende!