TESO

Neue Welten und unbekannte Dimensionen …

Nein, ich bin nicht die Enterprise, habe aber gestern meine neue und total aufregende Bratpfannenfolie getestet. Und die ist schon in gewisser Weise eine ganz unbekannte Kochdimension. Denn sie funktioniert tatsächlich ganz genauso wie angepriesen. Man legt sie in die Pfanne, macht die Herdplatte an, wartet die übliche Zeit und wirft dann das Bratgut hinein. Und siehe da – es läuft! Die Kartoffeln werden lecker knusprig, als hätte man Öl verwendet. Komischerweise dürfen aber Spiegeleier nicht mitspielen. Die sind explizit in der Bedienungsanleitung ausgeschlossen, weil sie wohl aus irgendwelchen Gründen doch festbappen. Magie oder so.

Aber sonst klebt wirklich nichts an der Pfanne fest. Vermutlich kann man eine halbe Sau drauf braten und die Folie lacht darüber. Stattdessen spült man das Ding aus der Raumfahrt (Vermutung meinerseits. Kommt doch alles aus dem All!) später einfach mit Wasser ab und sie ist wie neu. Ein echtes haushaltstechnisches Wunder. Ich bin sehr entzückt. Und werde jetzt in Zukunft wieder öfter Kartoffeln essen. Sie sind für Gemüse natürlich schon anständig energiedicht, bringen fast 80 Kalorien pro 100 Gramm mit – aber wenn man sie mit Zucchini, Paprika und Tomaten kombiniert, gleicht sich das wieder aus.

Obwohl die Portion am Ende nicht so groß war, wie ich erhofft hatte, wurde ich von meinem Abendessen trotzdem sehr gut satt. Konkret waren es: 300 Gramm Kartoffeln (219 Kalorien), 250 Gramm Zucchini (55 Kalorien), 150 Gramm Spitzpaprika (50 Kalorien), Teriyakisoße (30 Kalorien) und Gewürze (hauptsächlich Rauchsalz, Pfeffer und Curry).

Für 354 Kalorien eine Pfanne voll kann man nicht meckern. Dann noch eine Banane mit der guten Meridian-Erdnussbutter und ein Riesenbecher Magerjoghurt mit einem kleingeschnittenen Plattpfirsisch und ich war versorgt.

Ansonsten war ich weise und bin bei 37 Grad (im Ernst!) und Gewitterdrohung nicht laufen gegangen. Stattdessen war ich mit A., die ja wie gestern erwähnt, gerade ihre ersten Schritte in TESO unternimmt, in Tamriel unterwegs. Das war auch schön. Sie stellt sich deutlich schlauer an als ich damals. Insofern habe ich keine Bedenken, dass sie auch allein viel Spaß haben wird. Und sonst halt alle so – TGIF!

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Äquatortaufe und Nerdstuff

Niemand hat mich mit Sekt geduscht oder von Bord geworfen (halt … nein, das waren die Pferde bei Windstille …) – aber ich habe einen neuen Ereignishorizont des Wahnsinns in sportlicher Sicht mit hoher Geschwindigkeit überflogen.

Gestern war das Wetter ja generell eher wechselhaft. Als mir ein Blick aus dem Fenster Trockenheit verhieß, sprang ich in die Laufklamotten und rannte los. Dumm nur, dass ich nach Osten geschaut hatte, unsere Hauptwindrichtung aber nun mal Westen ist. Und von dort kam eine sehr, sehr dräuende Wolkenwand. Naja, es waren fast dreißig Grad, da hatte ich wenig Bedenken, mich zu verkühlen (erst recht nicht, wenn ich in Bewegung bleiben würde) und so trabte ich eifrig vor mich hin.

Nach dem ersten Kilometer fing es leise an zu fisseln. Bis Mitte des zweiten Kilometers steigerte es sich dann zum ausgewachsenen Wolkenbruch und blieb bis Mitte des vierten Kilometers so. Als ich nach fünf Kilometern zu Hause ankam, hörte der Regen auf. Ich konnte meine Schuhe auskippen und mir die Dusche nach dem Laufen praktisch sparen.

Zum Glück bin ich ziemlich wasserfest und konnte meine triefenden (sogar die Unterwäsche!) Klamotten zum Trocknen problemlos aufhängen. Ich hatte Bedenken, ob meine Schuhe jemals wieder trocken werden würden, aber heute Morgen sind sie schon auf einem sehr guten Wege. Sollte ich sie eigentlich imprägnieren oder ist das keine so gute Idee? Muss ich mal das Internetz fragen.

Dieses Ereignis wäre nicht wirklich erwähnenswert. Immerhin ist Regen zum Glück ein in unseren Breiten sehr häufiges und nützliches Wetterphänomen, das in letzter Zeit ein wenig kurz gekommen ist. Nein, das Erstaunliche ist, dass ich die ganze Zeit einen irren Spaß hatte. Ich hatte an elektronischem Gerät nur den Imperator dabei, der aber keinerlei Probleme mit nasswerden hat. Mit ihm kann man ja sogar schwimmen gehen. Ich musste mir also um nichts Sorgen machen. Das Laufen, während ich immer nasser und nasser wurde, war einfach phänomenal! Die Luft war angenehm, das Geräusch der Tropfen beruhigend und es war nicht sehr windig. Außer mir waren nur noch zwei Fahrradfahrer unterwegs und ich fühlte mich pudelwohl.

Ist das jetzt das Zeichen für nahenden Irrsinn?

Wobei ich nicht weiß, ob ich das heute, bei zehn Grad weniger, auch noch so amüsant finden würde. Da hoffe ich einfach mal auf eine größere Regenlücke.

Nerdigerweise hänge ich immer noch sehr fest in TESO. Ich habe meinem putzigen kleinen Warden den Titel „Master Thief“ gegönnt, in dem ich auf der ganzen Spielwelt schwierig zu findende und ebenso schwierig zu stehlende Gegenstände ausfindig gemacht und erbeutet habe. Außerdem habe ich Freude daran, mit ihm die Public Dungeons überall auf Tamriel zu machen. Die meisten Bosse und Gruppenherausforderungen sind kein Problem für ihn. Seine Rotation ist ein stetiges Work in Progress. Ich benutze keine Guides, weil ich mehr Spaß daran habe, Dinge selbst herauszufinden.

Und Serien. An nerdigen Serien herrscht ja seit einiger Zeit kein Mangel mehr. Qualitativ zwar sehr durchmischt aber man findet immer wieder Perlen. Das Staffelfinale von American Gods hat sich mittlerweile so weit von der Buchvorlage entfernt, dass ich sehr gespannt bin, ob überhaupt noch etwas, was im Roman vorkam (außer den Namen der Personen), eine Rolle spielen wird. Leider muss ich jetzt lange warten, bis es weitergeht!

Aber zum Glück springt die zweite Season von Preacher in die Bresche! Auch hier hat man die Comichandlung mehr oder minder über Bord geworfen und hält sich nur an Personal und Flair der Vorlage. Und ich muss sagen … das sogar richtig gut! Wer auch immer Cassidy und Tulip besetzt hat – gebt dem Mann/der Frau einen Drink aus! Und der Saint of Killers ist so gruselig, dass einem ganz anders wird. Klar, Jesse ist auch fein. Ob Jody und T.C. überhaupt auftauchen werden, wenn die Comicvorlage nur noch grob tangiert wird? Ich fände es schade, wenn der Angelville-Storyarc zu sehr verändert würde. Da aber schon klar ist, dass nicht die Großmutter sondern der Vater Jesse zum Priesterdasein erzogen hat, ist das wohl nicht zu erwarten.

Ach, wird schon nett werden.

„Was esse ich heute so?“-Serviceteil:

Mittags gibt´s wieder Quarkporridge (das werde ich noch sehr, sehr lange essen!). Heute mit Heidelbeeren. Dazu Reste des Gemüses von gestern Abend, das ich wieder nicht ganz geschafft habe (zusammen 450 Kalorien). Abends mache ich mir eine Lizza (hurra! Mein Prollo-Kaufland hatte Lizza! Mal sehen, ob dieses Wunder von Dauer ist. Die sind Hipsternahrungsmäßig nämlich normalerweise seeeeehr mau bestückt. Nichtmal Mandelmilch ist da zuverlässig zu bekommen. dafür aber dieser mit Zucker gesüßte Sojamilchkram. Blerch) mit Spinat, getrockneten Tomaten und Ei (555 Kalorien). Dann noch ein Pfund Magerquark mit Flavour und Nektarinen (481 Kalorien) und ich bin bei 1486 Kalorien. Da ich noch Laufen gehen werde, wird es, um auf Erhaltungskalorien zu kommen, wohl noch ein Eiweißriegel zusätzlich werden.

Die Zufallsfee und ich

Mein TESO-Charakter mit sexy Hut.

Heute wieder unter 60 Kilo. Zwar immer noch zwei Kilo Wasser auf den Rippen – aber das wird schon irgendwann wieder gehen. Wenn auch nicht so einfach, da ich merke, dass ich anfange, Entschuldigungen zu suchen, warum ich unbedingt trotz Muskelkaters Sport machen sollte. Weil ich ja nur Cardio machen werde. Weil ich zum Cardio ja nur Rumpfübungen machen werde, wo mir nichts wehtut. Weil ich ja nicht so lange trainieren werde … Ich erkenne ein Muster.

Einerseits ist das nett, weil Sport ja nicht schadet. Andererseits kenne ich mich gut genug um zu wissen, dass ich bei Dingen, die mir gefallen, schnell zum Exzess neige. Seien es nun Spiele, Süßigkeiten oder eben, als neueste Besessenheit, der Sport.

Ich werde vorsichtig sein. Mich erst einmal über Muskelkater gründlich durchinformieren und dann eine Entscheidung treffen.

Heute ist etwas gänzlich Solitäres passiert: Ich habe verschlafen. Weil ich mir den Wecker nicht gestellt hatte. Ehrlich, ich habe noch nie vergessen, den Wecker zu stellen. Echt noch nie! Ob das ein erstes Anzeichen für eine Krankheit ist? Demenz? Tumor? Durchblutungsstörung im Gehirn? Mein innerer Kritiker läuft Amok und malt mir Horrorszenarien. Sehr unangenehm. Aber auf der Plus-Seite habe ich festgestellt, dass ich von „Augen aufschlagen“ bis „Hoftor für Auto öffnen“ exakt zwölf Minuten brauchen kann, wenn ich muss. In dieser Zeit eingeschlossen ist das Zubereiten von einer Gallone Tee. Nicht drin das Herstellen meines mittäglichen Proteinpuddings (heute mal wieder mit Konjakmehl als Verdickungsmittel statt Flohsamenschalen), weil ich das immer am Abend vorher mache. Auf der Strecke blieb das Schnipseln von Gemüse fürs Abendessen. Da muss ich dann eben nach dem Sport ran. Oder nach dem nicht-Sport, das muss sich noch zeigen.

Und was hat die Zufallsfee (andernorts auch gern RNGesus genannt) nun so Schönes getan? Sie hat mir eine Einladung zur geschlossenen Beta von Morrowind beschert! Diese Einladungen wurden – ohne, dass man sich dafür anmelden musste – unter allen aktiven TESO-Spielern verlost. Und gestern hatte ich meine Mail mit Zugangscode im Postfach.

Das Ganze hat zwei Haken: Eigentlich mag ich Betas gar nicht so gerne. Ich liebe Überraschungen und Betatesten ist so ziemlich das komplette Gegenteil davon. Und zweitens müsste ich mir die Testserver-Daten laden, was bei TESO so um die 40 Gigabyte sind und mit meiner Gummelleitung (Danke, Telekom) mindestens vier, fünf Stunden dauern wird. Andererseits könnte ich wertvolles Feedback liefern und damit das Endprodukt besser machen. Sozusagen beitragen.

Ich glaube, ich werde das lange Wochenende nutzen und meinen Rechner das Ding mal über Nacht ziehen lassen. Und dann unverbindlich reinschnuppern.

Darüber berichten kann ich aber nicht. Strikte NDA mit bösen Androhungen. Womit sie ja auch Recht haben. Zum Glück haben die drei Js auch Beta-Einladungen, so dass ich mich zumindest mit denen austauschen kann. Darf. Soll. Whatever!

Soon …

Der Parisurlaub nimmt Gestalt an. Wir haben ein Datum, Zugtickets und Hotel sind gebucht und sogar im Ladurée ist schon ein Tisch reserviert. Ich habe meinen Urlaubsantrag ausgedruckt, übe eifrig mit Duolingo und werde nach und nach immer aufgeregter.

Bleibt die Frage, was mein Provider für seinen Service im Ausland berechnet. Denn ohne bunte Bildchen nach Hause schicken zu können, ist ein Urlaub doch nur halb so schön! Muss ich mich informieren.

Ansonsten nichts Neues. Immer noch Stagnation auf der Waage, dafür jetzt auch noch Pickel im Gesicht. Wird immer schöner. Ich versuche, das Körperliche immer mehr aus meinem Gesichtsfeld zu drängen, da es mich nur runterzieht. Ich mache meine Planung in MyFitnessPal, halte mich dran, gehe in den Sport … aber ich möchte einfach nicht mehr darüber nachdenken. Sonst werde ich ärgerlich und traurig und das hilft mir nicht weiter. Rein Körperhassmäßig bin ich schon wieder fast so weit wie zu meinen dicksten Zeiten. Weil einfach nichts klappt. Ach Mist, nun habe ich doch wieder dran gedacht. Grmpf.

Mit den drei Js war gestern wieder Dungeon-Zeit. Wir sind die Crypt of Hearts (die Krypta der Herzen klingt so, als hätte sie eine Rubrik in einer Frauenzeitschrift, in der über die neueste Sargmode und die hübschesten Trauergestecke informiert wird) in Veteran gelaufen und es ging prima. Nur beim Endboss hatte ich einen veritablen Brainfart, habe ihn aus seinem Bereich gezogen, woraufhin er natürlich resettete. Na, wie lange tanken wir schon? Seit gestern? Ah, ja.

Aber dafür konnte ich dann später wieder Boden gut machen, als ich in Craglorn in der Arena die beiden Bosse tankte, an denen die Js vorher gescheitert waren. Und J3 meinte, dass das doch mit einem richtigen Tank nun einfach gewesen wäre. Das ging dann schon runter wie Öl. Prinzipiell weiß ich schon, dass ich kein gar so schlechter Tankspieler bin. Aber bei meinem üblichen Fußleisten-Selbstbewusstsein („aktiver innerer Kritiker“) ist es dennoch jedes Mal überraschend, wenn das jemand bemerkt. Humble-bragging, yo!

Heute Morgen durfte ich fünf selbstgebackene Bohnenbrötchen wegschmeißen, weil sie mir über Nacht geschimmelt sind. Das war ärgerlich. Sehr. Ich werde erst Sonntag wieder welche backen und so lange die Aldi-Eiweißbrotbestände, die unzerstörbar in meinem Kühlschrank wohnen, aufbrauchen. Und aus meiner Tragödie lernen, in dem ich die frisch gebackenen Brötchen gleich einfrieren und nur nach Bedarf auftauen werde. Nie wieder soll so etwas passieren, wie in Schweden! We will rebuild!

Heute wird vermutlich das Paket ankommen. Ja, das Paket! Auf das ich dank des Desasters mit der Eingabemaske nicht mehr zu hoffen wagte. Welches Paket? Das verrate ich morgen!

Schwergewichtig

61,2 Kilo. Zweihundert Gramm mehr als gestern. Aber heute egal, da ich sicher bin, dass es an den Muskeln liegt. Weil ich gestern im Training von Kraftausdauer zu Muskelaufbau gewechselt habe. Drei Monate lang habe ich mit mittlerer Belastung jeweils zwei lange Sätze gemacht, jetzt geht es mit hoher Belastung und drei kurzen Sätzen weiter. Damit die Muskeln gut wachsen!

Mann, das ging zeitweilig heftig an die Substanz. Ich habe bei der Beinpresse einen Sprung von zwölf Kilo nach oben gemacht, beim Compound Row von sieben und bei den Ab/Adduktoren auch sieben. Am schlimmsten war es beim Training des Sägemuskels … ich dachte, ich fall vom Ast! Aber da mir diese Übung generell schwerfällt, war das zu erwarten.

Richtig Muskelkater habe ich aber trotzdem nicht. Ich merke es, es tut auch ein bisschen weh, ist ein klein wenig steif – aber irgendwie hätte ich mehr erwartet. Mache ich nun etwas richtig oder falsch? Ich bin verunsichert. Ich wärme mich immer gut auf und ab und trinke während des Trainings viel. Außerdem gibt´s direkt danach einen Eimer Eiweiß und andere feine Sachen. Ob das hilft, den Muskelkater kurz zu halten? Ich will mich ja nicht zu wenig beanspruchen, sonst werde ich ja nie zum Mini-Hulk!

Aber eins ist mal sicher: Es macht Spaß! Ich mag solche kurze, punktuelle Überbeanspruchung lieber als lange, halb anstrengende Einheiten. Das mag an meiner kurzen Aufmerksamkeits- ... Eichhörnchen!

Egal. Ich freue mich auf Donnerstag, wenn es die nächste Muskelaufbaueinheit gibt! Und irgendwann überwinde ich auch meine Schüchternheit und frage diesen netten, riesigen Mann, der immer im Eisenbereich herumwurstelt, ob er mir helfen kann. Oder nehme eine Trainerstunde. Eins von beiden.

Ansonsten versuche ich, mir gerade so wenig wie möglich Termine zu geben. Ein paar Sachen sind gesetzt – aber heute Abend und den ganzen Sonntag werde ich für mich allein haben. Ich werde wieder neue Bernd-das-sehr-kleine-Brote backen (heute esse ich das letzte der ersten Fuhre zu Mittag, da braucht es Nachschub, weil ich noch ein dreiviertel Glas vegane Leberwurst habe, die sich irgendwie nur so mittel auf Frühstückskuchen mit Datteln macht). Und ich werde in TESO herumgammeln. Meinen Babyvampir und den Khajiit weiter leveln. Ersterer spielt sich nicht ganz so vorteilhaft, wie ich gedacht habe. Aber ich bin auch erst am Anfang. Ich will ihn als Froststaff-Tank testen. Mal sehen, wie sich das anlässt. Aber dazu braucht der junge Mann erst einmal etwas mehr Erfahrung und deutlich mehr Skillpunkte. Ich habe diese Notwendigkeit prokrastiniert, in dem ich mich gestern ausgiebig mit seiner Frisur und Kleidung beschäftigt habe. Aber hey, es ist meine Freizeit! Und mein Vampir soll ein hübscher Vampir sein. Nicht niedlich. Aber ansprechend. Jeder meiner Charaktere in Computerspielen ist so. Selten konventionell schön aber immer sehr speziell attraktiv.

Jetzt gilt es, den heutigen Arbeitstag zu überstehen, dann kann ich mich auf einen völlig freien Feierabend freuen.

Helferlein und Serviceblog

Seit gestern habe ich sie – meine erste Küchenmaschine. Sie wurde mir auf die Arbeit geliefert (wo ich den zerstörerischen IT-Heimer gerade noch davon abhalten konnte, sie mit seinen Fingern des Elektrotodes anzufassen) und zu Hause habe ich sie glücklich aufgebaut und Dinge fürs Abendessen geschnitzelt, die ich eigentlich auch bequem von Hand hätte kleinmachen können. Aber hey – Küchenmaschine!

Sehr großartiges Gerät. Jetzt muss ich mir noch überlegen, wie ich das mit der Vorkocherei mache. Da die Maschine auf der einen Seite sehr viel Arbeit spart, auf der anderen Seite aber recht aufbau- und reinigungsintensiv ist (obwohl eigentlich alles in der Maschine gesäubert werden kann – aber die Umbauerei ist halt schon ein Act), sollte ich mich auf einmal die Woche beschränken. Was das Kleingeraspel von Dingen angeht. Ich könnte alles Gemüse, das ich über die Woche brauche, häckseln und einfrieren. Da bräuchte ich aber mehr Tupperschüsseln, da Gefriertüten in diesem Fall recht zügig zur Verschwendung ausarten würden. Oder ich packe das Zeug dann unportioniert in den Kühlschrank und mache „Meal, some assembly required“. Mal sehen. Da werde ich am Sonntag darüber nachdenken.

Auf jeden Fall: hach, Küchenmaschine!

Gestern waren Kathro und ich in TESO wieder sehr aktiv. Wir haben nicht nur einen Public Dungeon bezwungen, sondern auch die Craglorn-Questreihe angefangen. Dieses Gebiet ist sehr herausfordernd und wir mussten einmal auch vor einer aufgebrachten – und für uns zu zahlreichen – Monsterhorde flüchten. Aber sonst lief es prima, wir schafften einiges an Gruppeninhalten.

Und weil ich gerade im Flow bin, erkläre ich hier mal kurz MMOs als solche und TESO im speziellen!

MMOs sind – Massive Multiplayer Online Spiele. Also im Gegensatz zu „normalen“ RPGs wie Witcher, Assassin´s Creed, Fallout oder Skyrim ist man gleichzeitig mit zehntausenden von anderen Spielern in derselben Welt unterwegs. Man hilft sich, kommt sich in die Quere, handelt miteinander und ist eben allgemein gesprochen sozial. Vieles in diesen riesigen Welten kann man alleine bewältigen – die wirklich guten Dinge bekommt man aber für Herausforderungen, die für einen allein zu schwierig sind. Dann tut man sich zu Gruppen zusammen und gibt den Riesenmonstern gemeinsam aufs Fressbrett. Meistens hat jeder in der Gruppe eine bestimmte Aufgabe, für die er seinen Charakter optimal ausgerüstet und trainiert hat. Oft folgt das dem Konzept der „holy trinity“ – Tank, Heiler und mehrere Schadensausteiler. Der Tank ist der schwer gerüstete Typ, der vorne steht und dafür sorgt, dass das Riesenmonster („Boss“) nur ihn haut. Weil er es dank Rüstung und Fähigkeiten gut abkann. Das ist meine Rolle. Ich liebe es, den Tank zu spielen. Man hat viel Verantwortung und muss gut aufpassen. Der Heiler tut das, was sein Name sagt und versucht dabei, möglichst unauffällig zu bleiben, weil er meist recht ungerüstet ist. Und die Schadensausteiler („Damage Dealer“ – DDs) springen herum und benehmen sich unflätig.

Das interessante an solchen Bosskämpfen in Dungeons (Gruppeninhalte sind meistens abgesondert vom Rest der Spielwelt und haben bestimmte Bezeichnungen. In TESO ist das z.B. „Dungeon“ für Gruppeninhalte mit bis zu vier Personen) sind die Mechaniken und die Kontertaktiken, die man dafür entwickeln muss. Aus Schadenseffekten herausrollen, andere mit dem Schild blocken, Adds (also kleine Zusatzmonster) einsammeln, damit sie nicht den Heiler anfressen, den Boss aus der Gruppe drehen oder sogar mit ihm Gassi gehen (falls er besonders mobil ist) und dergleichen mehr.

Generell kann man in MMOs aber nicht nur Monster und Bösewichter verdreschen. Man kann auch Dinge sammeln und herstellen (von Rüstung und Waffen bis zu Möbeln, Tränken, Runen und Nahrung), man kann die riesige Welt erkunden, den Einheimischen helfen und ein Held sein oder Leute beklauen. Ebenfalls ist es möglich, sich in bestimmten Gebieten mit anderen Spielern zu prügeln. Das ist nicht so meins, da ich es vorziehe, kooperativ zu spielen.

TESO im Speziellen spielt in der Welt der Elder Scrolls Spiele auf dem Kontinent Tamriel. Man kennt vermutlich Skyrim oder Oblivion – die sind beide auch in Tamriel angesiedelt. Die persönliche Geschichte des Charakters beginnt damit, dass er vom Anhänger eines Daedrischen Prinzen (den „bösen Göttern“ dieser Welt) getötet und seiner Seele beraubt in die Unterwelt geschickt wird. Dass man nicht tot bleibt versteht sich von selbst. Das wahre Abenteuer fängt ja erst an! Man schafft es also zurück in die Welt der Lebenden (bekommt auf diesem Weg von Sir Cadwell geholfen, einem verrückten Ritter, der von John Cleese gesprochen wird und einem noch oft begegnet) und macht sich dort auf, dem Daedra und seinem bösen Helferlein ordentlich in den Hintern zu treten und damit – natürlich – das Ende der Welt zu verhindern.

Aber, ganz ehrlich: so toll die Hauptstory ist, die Attraktionen liegen am Wegesrand. Man lernt hunderte von NSCs (Nichtspielercharakteren) kennen, hilft manchen, bestraft andere und lacht über dritte. Man mischt sich in große und kleine Politik ein, wird zum Werwolf oder Vampir (oder keins von Beidem), tut sich mit anderen Spielern zu Gilden zusammen (oder lässt es), wird ein Assassine der Dunklen Bruderschaft, tritt der Diebesgilde bei, kauft sich ein Pferd oder anderes Reittier (ich habe unter anderem Wölfe, Riesenkatzen, Echsen und Kamele) und trainiert es liebevoll, um es effektiver zu machen, findet Schatztruhen und versteckte Orte und freut sich manchmal einfach nur daran, in einer sich ständig wandelnden Welt spazieren zu gehen. Die Sonne geht auf und wieder unter, ein Gewitter zieht auf, in der Wüste gibt es Sandstürme … manchmal bricht sich das Licht wunderschön im bunten Laub der Bäume in den Elfenwäldern. All´ solche Kleinigkeiten eben.

Technisch gesehen ist man sehr frei in der Gestaltung seines Charakters. Nicht nur optisch kann man sich hier recht frei austoben und es gibt keine zwei identischen Spieler in dieser Welt. Ob nordischer Zauberer mit Bogen, Wüstenkrieger mit Großschwert oder heilender Katzenschurke … alle Kombinationen sind möglich! Ähnlich wie bei Skyrim eben: Was man trainiert, wird stärker (grob gesprochen. Natürlich gibt es dann Feinheiten, die effektiver sind als andere – aber das ist für Anfänger nur manchmal von Belang).

Das Erkunden ist völlig frei und ohne Zwang. Man findet Höhleneingänge oder versteckte kleine Häuser, liest herumliegende Bücher (besonders beliebt „The lusty Argonian maid“, Tamriel-Porn in mehreren Teilen) und freut sich daran, dass es in der Welt der Elder Scrolls nicht nur völlige Gleichberechtigung, sondern auch etliche homosexuelle Paare gibt. Einigen davon hilft man sogar bei ihren Problemen, von anderen hört man nur in Konversationen. Aber es ist eine erfrischende Normalität.

Kurz: Dieses MMO beschäftigt einen auf Jahre hinaus.

Ich spiele eigentlich gar keine Singleplayer Games mehr, sondern habe mich vollständig auf MMOs verlegt. Es macht mir einfach mehr Spaß, mit meinen Freunden zusammen loszuziehen. Komisch, wenn man meine sozialen Ängste bedenkt. Aber irgendwie ist online vieles einfacher.

Ich hoffe, dieser viel zu kleinteilige Abriss hat ein wenig geholfen – oder sogar Lust gemacht, das Spiel selbst einmal auszuprobieren. Es ist nicht teuer – für etwas unter dreißig Euro ist man mit der Gold Edition dabei. Nur hardwaremäßig ist es natürlich – wie alle MMOs – sehr hungrig. Ein mittelguter Gamer-PC sollte es für den optimalen Genuss schon sein. Hat man diesen, steht dem Spaß in einer wirklich großen, liebevoll gestalteten Welt nichts im Wege.

Yarr und so!

61,4 Kilo. Da ich heute Abend trainieren gehe, wird das morgen dann wieder mehr sein, weil ich nicht vorhabe, mich zurückzuhalten und dann wieder Muskelkater dafür sorgt, dass sich schon wieder Wasser einlagert und so weiter … Ach, geh doch fort!

Dafür läuft es sonst. Mein verstopfter Küchenabfluss wurde von Olé-Olé-Super-Handwerkervatereinheit wieder auf Vordermann gebracht und ich konnte mit Enthusiasmus die SpüMa anwerfen. Ich habe mich so verdammt schnell wieder an sie gewöhnt, das geht auf keine Kuhhaut.

Außerdem habe ich mir eine kleine Küchenmaschine bestellt. Um das Gemüseschnitzeln endlich outsourcen zu können. Und das Rühren von Dingen. Und das Steifschlagen von Eiweiß. Ich werde massiv faul – aber für körperliche Ertüchtigung gehe ich dann doch lieber ins Gym, dort ist das spaßiger.

Soweit die Erfolgserlebnisse des realen Lebens.

Auch im Virtuellen ist viel los. Wie jeden Montag war ich mit den drei J.s in Tamriel unterwegs und habe mich in gefährliche Dungeons gewagt. Dieses Mal zu meinem Entzücken in einen mit Piratenthema. Wir haben dem untoten Captain Blackheart und seiner infernalischen Mannschaft auf die Mappe gegeben.

Lief sehr gut. Nur First Mate Hastenichgesehen hatte eine Mechanik, die uns verwirrte und in regelmäßigen Abständen Heiler und einen DD one-gehittet hat. Ohne dass ich als Tank etwas hätte tun können. Ich habe meine Vermutungen, wie wir sinnvoller hätten vorgehen können, da es aber auch so ging, heben wir uns die „schönere“ Variante für das nächste Mal auf. Denn wir müssen auf jeden Fall noch einmal in diesen Dungeon, da dort das Knight Errand-Set fällt, das ich sehr gerne hätte. Und ich habe erst drei Teile, das reicht hinten und vorne nicht.

Nach dem Endboss merkten wir erstaunt, dass J3 mal wieder vergessen hatte, die Schwierigkeit des Dungeons zu kontrollieren und wir das Ganze auf dem hohen Schwierigkeitsgrad gemacht hatten. Nicht, dass uns das allzu stark aufgefallen wäre – aber wir wuchsen trotzdem grade mal um zehn Zentimeter, dass wir so gut waren.

Prinzipiell bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass TESO in Sachen Gruppeninhalten nicht ganz die Komplexität und den Herausforderungsgrad von SWTOR hat. Zumindest im Heroic-Content. Zwar hatte ich gestern ein paar interessante Bosse, die mir als Tank auch ein paar Kniffe abverlangten – aber nichts gegen ein Heroic Blood Hunt oder Heroic Manaan.

Aber wer weiß – ich habe immerhin noch kaum etwas von den vielen TESO-Dungeons gesehen. Und rein optisch sind sie auf jeden Fall ein Fest.