Ach watt, Leben!, Ernährung

Nahrungsmittelvielfalt

Bei MsMarmiteLover habe ich ein Interview mit Professor Spector gelesen, der als Spezialist für Darmflora und dergleichen unterwegs ist (sein Buch klingt im Klappentext sehr fettlogisch, im Interview propagiert er aber CICO, so dass ich nun etwas verwirrt bin). Dieser Herr sagt unter anderem, dass wir heutzutage viel zu eintönig essen. Ein Fast-Food-Convienienceprodukte-Addict nur zehn (10!) verschiedene Dinge pro Woche. Der Durchschnittsmensch etwa 30.

Das klang erst einmal schockierend wenig. Aber dann habe ich angefangen, mal zu zählen, was ich in der letzten Woche an Zutaten für mein Essen hatte …

  1. Quark
  2. Joghurt
  3. Sojajoghurt
  4. Feta
  5. Sojamilch
  6. Mandelmilch
  7. Kokosmilch
  8. Hafermilch
  9. Kaffee
  10. Malzkaffee
  11. Zucchini
  12. Auberginen
  13. Paprika
  14. Spitzpaprika
  15. Gurken
  16. Cherrytomaten
  17. Ochsenherztomaten
  18. Kartoffeln
  19. Tofu
  20. Plattpfirsische
  21. Heidelbeeren
  22. Himbeeren
  23. Brombeeren
  24. Nektarinen
  25. Mango
  26. Haferflocken
  27. Flohsamenschalen
  28. Bananen
  29. Erdnussbutter
  30. Nüsse
  31. Kokoswasser
  32. Schokolade
  33. Kokosöl
  34. Sojasauce
  35. Wasser (darf man das zählen? Vermutlich nicht)

… dann ist das nur grade mal so eben Durchschnitt, obwohl es eigentlich recht gesund klingt, oder nicht? Und im Winter wird es nicht eben reichhaltiger, weil es weniger Obst- und Gemüsesorten gibt! Kochfreaks und Gourmets kommen laut dem Professor auf etwa hundert verschiedene Zutaten pro Woche. Naturvölker auf sechshundert (wie machen die das?).

Für meine Innereien ist diese Einseitigkeit nicht so günstig, sagt der Professor (und das leuchtet mir durchaus auch ein). Und damit natürlich auch für Muskelaufbau und Gesundheit. Das gibt mir zu denken. Denn eigentlich liebe ich Vorhersehbarkeit und Routinen. Ich mag es, immer das Gleiche zu essen. Das wird mir monate- bis jahrelang nicht über.

Wie kann ich diese Freude an der Einfachheit mit einer etwas abwechslungsreicheren Diät verbinden? Auf hundert verschiedene Zutaten komme ich im Leben nicht. Dazu hätte ich den Nerv nicht, mich jede Woche durchs Angebot beim Gemüsemann und durch den kompletten Hipsterrewe zu gucken. Das ist natürlich auch eine Ausrede. Aber genau da liegt eben meine Grenze.

Niedrigschwellige Veränderungen. Ich kann mir vornehmen, jede Woche eine Obst- und eine Gemüsesorte, die ich sonst nicht kaufe, mitzunehmen. Jede Woche ein mir unbekanntes Lebensmittel finden. Das wäre doch mal eine Aufgabe für meine Wölfe! Nachdem ich derzeit zu muffelig für meinen Körperfettanteil bin, sind sie eh unterbeschäftigt. Die wöchentlichen „Gaia’s Goodness“-Wölfe. Für mich eine Möglichkeit, wieder niedliche Werwölfe zu zeichnen. Win-win!

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