Wasser

Flohsamenschalen, Laufen und ein Boykott

Gestern ging es mit dem Sport schon viel besser. Zumindest hatte ich wieder Spaß am Laufen, wenn auch meine Zeiten wirklich unterirdisch waren. Da mir aber die Tätigkeit an sich wichtiger ist als persönliche Bestzeiten, war das schon ein guter Erfolg. Auch generell fällt mir heute Bodyweight leichter als vorgestern und gestern Morgen. Ich nutze ja den perfekten Abstand zwischen Schreibtisch und Wand, um Bench Dips zu machen und die gingen mir heute extrem gut von der Hand. Ob es daran liegt, dass ich auch fast anderthalb Kilo Wasser über Nacht verloren habe? Korrelation, Kausalität? Keine Ahnung! Körper ist Mysterium, wie immer.

Heute ist Laufpause, weil ich mit Frau Schwan zum im-Wald-spazieren verabredet bin. Fünf Kilometer Waldlatschen ist natürlich nicht ganz so fordernd wie fünf Kilometer Rennen. Aber man kann sich viel besser dabei unterhalten. Und das ist manchmal eben auch nötig.

Vorgestern hatte ich Glück – bei Amazon war meine Kollagen-Supplement-Marke von 19 auf 11 Euro in so einem Blitzangebot für drei Stunden (keine Ahnung …) reduziert. Ich brauchte welches (nein, ich gucke nicht ständig, was Amazon für Angebote hat. Das war tatsächlich ein angenehmer Zufall) und schlug zu. Außerdem gehen meine gemahlenen Flohsamenschalen zur Neige und ich suchte nach Alternativen zu den Apothekenpreisen und –mengen, die das Zeug im Drogeriemarkt hat. Und tatsächlich! Auch diesen Grundbestandteil meiner Ernährung (jeden Tag acht Gramm im Porridge) gab es im 750-Gramm Eimer billiger als den 250-Gramm-Beutel beim Müller. Sehr schön. Gestern kam die Lieferung an und der erste Porridgetest scheint erfolgreich. Geschmacklich tun die Teile ja nichts, die geben nur Konsistenz. Von daher – für weniger Geld mehr Flohsamenmehl? Aber hallo!

Von selbstgebautem Essen zu Convenience-Food und Großkonzernen. Dass Nestlé die Bösen sind, die direkt die Keimzelle einer Shadowrun-Megacorp sein könnten, muss ich niemandem erzählen. Die ungeklärten Morde an südamerikanischen Gewerkschaftern, die Privatisierung von Brunnen afghanischer und afrikanischer Dörfer oder die Mauscheleien in Kalifornien mit der Wasserversorgung sollten jedem ein Begriff sein. Das allein ist schon Grund genug, der perfiden Globalkrake keinen Cent mehr in den Rachen zu schieben. Aber dieser Bericht, wie Nestlé in Südamerika Adipositas und damit einhergehend Diabetes, Bluthochdruck und den Tod vieler übergewichtiger Menschen befördert, ist schon nochmal eine Hausnummer. Wieder einmal wird Armut und schlechte Infrastruktur ausgenutzt, um sich breitzumachen. Werden lokale Systeme untergraben und ausgehebelt und am Ende ein Pseudomonopol erzeugt, dem die Menschen hilflos ausgeliefert sind, weil nicht einmal die Politik noch willens ist, sich gegen den Konzern zu stellen.

Das ist eine düstere Vision auch für Europas Zukunft. Wenn wir nichts tun. Aber was kann der Einzelne schon ausrichten? Im großen Maßstab natürlich nicht viel – aber man kann sich von dem verarbeiteten Fraß unabhängig machen und damit zumindest kein Geld mehr in diese Richtung werfen. Unverarbeitete Lebensmittel lokal einkaufen und sich jede Mahlzeit selbst konstruieren.

Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass ich Nestlé mit seinen tausend Armen ganz vermeiden können würde. Aber ich kann mein Bestes tun. Und vielleicht hilft diese Grafik, wie die Marken vernetzt sind, auch ein wenig, Zusammenhänge zu erkennen und die schlimmsten Konzerne zu vermeiden.

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Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

neunundfünfzigste Woche und 61,5 Kilo.

Das Trifecta der Wassereinlagerung: Salz, Kohlenhydrate und zu viel Sport. I haz it. Aber fünf Kilo über Soll ist selbst für meine Verhältnisse echt ein Wort. Noch drei Wochen, dann werde ich in dieser Hinsicht mal etwas entspannen. Körperfettwert als der neue heilige Gral, wenn mich schon das Gewicht nicht weiterbringt.

Glücklich bin ich damit nicht, da ich weiterhin alles richtigmache (getracktes 500er Defizit, Cardio, Kraftsport, viel trinken, Makros und Nährstoffe im Blick und gegebenenfalls supplementieren … yadda, yadda) und trotzdem schon fast wieder auf dem Plateau von vor der no-sports-Woche angekommen bin. Was soll ich denn noch tun? Nie wieder Sport machen, nur damit ich meinen Gewichtskorridor erreiche? Na danke, Skinnyfat ist nicht mein Ziel.

Mehr gibt´s heute nicht, da allgemeine Grantigkeit dank unberechenbaren Körperklumpens. Und überall Autsch dank Muskelkater. Ich habe mich gestern beim Sport ziemlich fertiggemacht, weil ich Lust dazu hatte und mich stark fühlte. Bis mich dann sehr plötzlich alles einholte und ich drei Geräte, die ich nach den freien Gewichten noch anhängen wollte, liegenließ, um nach Hause zu wanken – nein, nach Hause zu joggen. Weil ich statt wie gewöhnlich Fahrrad zu fahren, gerannt bin. Der Rückweg war schneckig, da kaputt. Irgendwie alles nicht so glänzend gerade.

Die Zufallsfee und ich

Mein TESO-Charakter mit sexy Hut.

Heute wieder unter 60 Kilo. Zwar immer noch zwei Kilo Wasser auf den Rippen – aber das wird schon irgendwann wieder gehen. Wenn auch nicht so einfach, da ich merke, dass ich anfange, Entschuldigungen zu suchen, warum ich unbedingt trotz Muskelkaters Sport machen sollte. Weil ich ja nur Cardio machen werde. Weil ich zum Cardio ja nur Rumpfübungen machen werde, wo mir nichts wehtut. Weil ich ja nicht so lange trainieren werde … Ich erkenne ein Muster.

Einerseits ist das nett, weil Sport ja nicht schadet. Andererseits kenne ich mich gut genug um zu wissen, dass ich bei Dingen, die mir gefallen, schnell zum Exzess neige. Seien es nun Spiele, Süßigkeiten oder eben, als neueste Besessenheit, der Sport.

Ich werde vorsichtig sein. Mich erst einmal über Muskelkater gründlich durchinformieren und dann eine Entscheidung treffen.

Heute ist etwas gänzlich Solitäres passiert: Ich habe verschlafen. Weil ich mir den Wecker nicht gestellt hatte. Ehrlich, ich habe noch nie vergessen, den Wecker zu stellen. Echt noch nie! Ob das ein erstes Anzeichen für eine Krankheit ist? Demenz? Tumor? Durchblutungsstörung im Gehirn? Mein innerer Kritiker läuft Amok und malt mir Horrorszenarien. Sehr unangenehm. Aber auf der Plus-Seite habe ich festgestellt, dass ich von „Augen aufschlagen“ bis „Hoftor für Auto öffnen“ exakt zwölf Minuten brauchen kann, wenn ich muss. In dieser Zeit eingeschlossen ist das Zubereiten von einer Gallone Tee. Nicht drin das Herstellen meines mittäglichen Proteinpuddings (heute mal wieder mit Konjakmehl als Verdickungsmittel statt Flohsamenschalen), weil ich das immer am Abend vorher mache. Auf der Strecke blieb das Schnipseln von Gemüse fürs Abendessen. Da muss ich dann eben nach dem Sport ran. Oder nach dem nicht-Sport, das muss sich noch zeigen.

Und was hat die Zufallsfee (andernorts auch gern RNGesus genannt) nun so Schönes getan? Sie hat mir eine Einladung zur geschlossenen Beta von Morrowind beschert! Diese Einladungen wurden – ohne, dass man sich dafür anmelden musste – unter allen aktiven TESO-Spielern verlost. Und gestern hatte ich meine Mail mit Zugangscode im Postfach.

Das Ganze hat zwei Haken: Eigentlich mag ich Betas gar nicht so gerne. Ich liebe Überraschungen und Betatesten ist so ziemlich das komplette Gegenteil davon. Und zweitens müsste ich mir die Testserver-Daten laden, was bei TESO so um die 40 Gigabyte sind und mit meiner Gummelleitung (Danke, Telekom) mindestens vier, fünf Stunden dauern wird. Andererseits könnte ich wertvolles Feedback liefern und damit das Endprodukt besser machen. Sozusagen beitragen.

Ich glaube, ich werde das lange Wochenende nutzen und meinen Rechner das Ding mal über Nacht ziehen lassen. Und dann unverbindlich reinschnuppern.

Darüber berichten kann ich aber nicht. Strikte NDA mit bösen Androhungen. Womit sie ja auch Recht haben. Zum Glück haben die drei Js auch Beta-Einladungen, so dass ich mich zumindest mit denen austauschen kann. Darf. Soll. Whatever!

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

siebenundfünfzigste Woche und 60,5 Kilo.

Natürlich ist es doof, dass die sechs wieder da ist. Aber in keinster Weise verwunderlich. Ich habe gestern mehr trainiert, als ich sollte und dementsprechend üblen Muskelkater. Ich versuche vernünftig zu sein und falls die Schmerzen morgen nicht bedeutend besser sind, werde ich einfach mal nicht trainieren. Ob das klappt? Wir werden sehen! Da es aber normalerweise so ist, dass ich eigentlich erst zwei Tage nach dem Sport richtigen Muskelkater bekomme, erwartet mich morgen der Schmerz aus der Hölle, so dass ich vermutlich eh keinen Bock haben werde, da noch eins draufzusetzen!

Training ist toll. Training macht Spaß. Aber das punktuelle Auftrainieren einzelner Muskeln an den Geräten hat mich nicht darauf vorbereitet, wie ganzheitlich Gewichtheben den Körper beansprucht. Mir tun Gegenden weh, von denen ich gar nicht wusste, dass es dort Muskeln gibt! (Naja, nicht wirklich. Aber es ist schon erstaunlich.)

Leicht relevant: Wir haben am Wochenende „Fantastic beasts and where to find them“ geschaut. Neben der Tatsache, dass das Harry-Potter-Universum ohne stressige Teenager deutlich amüsanter ist, ist mir etwas aufgefallen, das mir nicht gefiel. Wieder einmal wurde das Trope bemüht „hübsche, kluge aber oberflächliche Frau findet in lustigem aber nutzlosem dicken Mann ihren Seelengefährten“. Feine Sache. Aber … gab´s das schon einmal umgekehrt? Ich bin nun wirklich nicht verdächtig, etwas mit Fat Acceptance am Hut zu haben. Aber muss es denn echt sein, dass es in den Medien zwar gelegentlich lustige dicke Männer gibt, die auch coole Sprüche machen und die hübsche Lady bekommen (was auch nochmal so eine Büchse Würmer ist, die ich diesmal nicht öffnen werde …), dicke Frauen aber nur dann Raum auf der Leinwand haben, wenn sie brav bleiben oder sich mit Zähnen und Klauen dranhalten (Roseanne)? Das zeigt wieder, wie weit der Weg ist, den wir noch zur Gleichberechtigung vor uns haben. Frauen haben in Filmen nur dann einen Platz, wenn sie sich dem Diktat der männlichen Ästhetik völlig unterwerfen. Ihr Wert bemisst sich am Grad der Anpassung an Äußerlichkeiten. Und selbst wenn sie mal die „lustige Dicke“ sein dürfen, verwirken sie damit jedes Recht auf Sexualität.

Tja. Doof, ne?

Nein, ich rede hier nicht dem Übergewicht das Wort. Denn genau wie dicke Frauen sind auch „hässliche“ Frauen in Hollywood außerhalb des Freak-Zusammenhangs nonexistent. Es ist die generelle Reduktion auf ein körperliches „Ideal“, die mich massiv ankäst.

Und bevor hier die „aber, aber … auch Männer …“-Keule herumgeht: Auch nicht konventionell attraktive Charaktere haben in Filmen ihren Platz. Sofern sie männlich sind. Der Dicke kriegt das Mädchen, weil er lustig und mutig ist. Der Nerd kriegt das Mädchen weil er lustig und schlau ist. Der Außenseiter kriegt das Mädchen, weil er cool ist. Na, fällt was auf? Wer hat die passive Rolle und ist hübsch? Bingo!

Ach, was reg ich mich auf. Die rein konsumierende Unterhaltung hat schon längst nicht mehr den Stellenwert wie früher. Und in der selbstgestalteten Unterhaltung kann man sich seine/n Hauptdarsteller/in bauen, wie man möchte.

Das war jetzt ein ziemlicher Exkurs weg vom Wiegewolf! Aber manchmal ist das auch notwendig. Seelenhygiene dank Blog.

Hat man das Abnehm-Game eigentlich durchgespielt, …

The voyage
wenn supersexy Kollege aus dem Organized Play vorbeikommt und einen mit den Worten „Du hast doch Größe S, teste mal bitte, ob das nicht zu groß ist“ ein Shirt für die Messe-Spiel-Demonstrationsmädels anprobieren lässt?

Eitelkeit und Zufriedenheit meinerseits bewirkt es auf jeden Fall. Brauche ich auch dringend, weil der blöde Pickel am Kinn immer noch da ist. Warum kann mein Gendefekt da nicht auch mal durchgreifen?

Ich habe heute wieder heftigen Muskelkater im Schulterbereich. Bankdrücken ist in dieser Beziehung reichlich erbarmungslos. Auch die Trizeps-Übungen hinterlassen üble Schmerzen. Und weil ich – haha! – lernfähig bin, werde ich mich heute auf Beinübungen, Rumpfübungen und ein bisschen Compound Row (weil ich da eigentlich gut trainiert bin und nur noch selten Muskelkater bekomme. Und weil ich es mag, wie sich dann diese Ader auf dem Bizeps durchdrückt) beschränken, damit ich nicht wieder zu tief in den Wassereinlagerungswahnsinn falle. Der derzeitige Muskelkater äußert sich immer noch in glatten sechzig Kilo.

Gestern hat mir Kollege M. sein China-Fake-Cintiq ausgeliehen. Ich werde es am Wochenende mal installieren und sehen, ob es der Heilsbringer ist, den ich mir seit Jahren verspreche. Vermutlich wird mein Uralt-Photoshop zu Hause mir das Teil eh vor die Füße kotzen – aber dann muss ich testweise eben auf GIMP umschwenken (örgs). Kollege M. meint jedenfalls, dass er es nach anfänglicher Euphorie nicht mehr – oder kaum noch – benutzt, weil es einfach jedes Mal ein Act ist, das Ding betriebsbereit zu machen, wenn man keinen dezidierten Illustrationsrechner hat, an dem es hängenbleiben kann. Ich fürchte, dass das auch bei mir die Hürde sein wird, weshalb ich es für auf der Arbeit als weitaus sinnvoller betrachten würde als für´s Private – aber da wird sich quergestellt. Wir kriegen nur furzordinäre Wacoms. Hat ja bisher auch immer geklappt. Wir können doch arbeiten, wo sei denn dann bitte das Problem. Seufz.

Sonstige Ereignisse: Der Drucker auf der Arbeit ist kaputt. Für eine Grafikabteilung an sich schon lästig. Wenn man aber gerade in dieser Woche Dummies der Neuheiten für Keyaccount und Export bauen muss, eine ziemlich heftige Katastrophe. Natürlich gibt es noch andere Drucker im Verlag. Ebenso natürlich kommen die mit unserem dicken Klebepapier nicht so wirklich gut zu Rande und sind auch nicht so farbecht wie der Xerox. Aber wenigstens hatte ich am Ende des Arbeitstages zweitausend Schritte mehr als normal auf dem Imperator- hat sich schon aufsummiert, ständig ans andere Ende des Gebäudes zu rennen um nachzusehen, ob der bockige Hilfs-Druckknecht auch die richtige Papiersorte eingezogen hat. So hat alles seine guten Seiten!

Abends war ich bei der tief in Inventurarbeiten verstrickten Frau Schwan, habe Pakete abgegeben (sie haben auch einen DHL-Shop im Laden und weil ich dort im Gegensatz zur Post einen Parkplatz direkt vor der Tür bekomme, ist das bei vielen großen Paketen einfach praktisch) und habe sie ein bisschen unterhalten. Wir wollen unbedingt wieder mehr Zeit füreinander. Zum Glück ist ihr Hersteller-in-aller-Welt-Besuchsmarathon für dieses Jahr nun zu Ende. Hoffe ich. Dann können wir wieder durch den Wald laufen und reden!

Der wahre Horror bleibt die Föhnfrisur

Finn_Poledance_wip

Work in Progress. Einer der RP-Charaktere der Waldnymphe.

60,3 Kilo. Zykluswasser, ein Zykluspickel am Kinn (das erzählt einem in der Pubertät auch keiner, dass man dank der Hormone sein Leben lang immer wieder mal Pickel haben wird!), Trainingswasser und Gemüse-versalzen-Wasser. Naja, dann steht da halt mal wieder die sechs vorne. Lebe is hart.

Dafür lief das Training gestern auch gar nicht gut. Die eine Woche ohne Sport hat gereicht, um mich völlig aus der Bahn zu werfen. Ich habe nur sehr wenig gemacht und war hinterher trotzdem absolut im Eimer. Ich überlege, sobald das Wetter nicht mehr so kalt ist (im Moment tanzen vor meinem Fenster gerade Schneeflocken), eine Krafteinheit durch Joggen zu ersetzen. Also zwei Tage in der Woche Muskelaufbau, ein Tag Cardio. Mehr Sport bringe ich nicht unter – ich habe ja jetzt schon kaum noch einen Abend nur für mich, was für introvertierte Menschen ganz schön stressig ist. Keine Möglichkeit, die Batterien in friedlicher Einsamkeit aufzuladen …

Und der Posttitel? Ich habe die ganze Nacht Achtziger-Jahre-Horrorfilme geträumt. Drei Stück! In etwa auf dem Niveau von Langoliers. Jetzt habe ich eine vage Furcht vor verlassenen Shopping Malls, Hotels mit Paisley-Tapeten und Strahlung aus dem All. Von Schulterpolstern und Haarspray gar nicht zu reden. Mein Unterbewusstsein hat wirklich alles gegeben, da kann man nicht meckern! Einziger Ausrutscher: Aus unerfindlichen Gründen war Obi Wan auch mit von der Partie. Aber das könnte natürlich daran liegen, dass Ewan McGregor neben Chris Pratt meine absolute Achillesferse ist.

Weitere, mit dem zuvor Geschriebenen natürlich völlig unzusammenhängende Beobachtung: Mein Imperator ist eine feine Sache, hat aber blinde Flecke. Er zählt Aktivitätsminuten nur nach Lust und Laune. Irgendwann hat er mir mal 18 davon angerechnet – aber nie dann, wenn ich Sport mache und mein Puls wirklich auf 150 ist. Das ignoriert er völlig. Selbst dann, wenn ich extra „Aktivität“ einstelle, juckt ihn das für die wöchentlichen Minuten nicht im Geringsten. Also lebe ich einfach damit, dass er stetig behauptet, ich würde in der Woche null bis maximal 18 Minuten Aktivität haben. Vielleicht frage ich mal das Internet, ob das ein bekanntes Problem bei dieser Art von Sithlord ist.

Und noch mehr Unzusammenhängendes (man merkt, dass ich nach dem nächtlichen Horrorfilm-Marathon noch nicht wirklich wieder ganz in der Realität angekommen bin). Ich denke an einer nächsten Erweiterung meines rechten Sleeves herum. Wobei das nicht ganz stimmt, da das nächste Tattoo auf dem Arm gar keinen Platz mehr hat (ich mag Weißraum), sondern entweder auf Schulter oder Rippen oder Hüfte ausflocken wird. Dass es ein jagender Wolf (das übernächste Tattoo wird dann folgerichtig ein fliehender Hirsch) sein soll, ist schon sicher. Jetzt werde ich wieder Monate mit dem Design verbringen. Darauf freue ich mich! Ist sowieso besser, sich Tats im Winterhalbjahr stechen zu lassen, damit man unter der Folie und während der Heilung nicht so schwitzt.

Ich mag es, Ziele zu haben.

Das „M“-Wort

58,3 Kilo heute morgen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch Wasser in mir haben könnte – aber da habe ich mich wohl geirrt. Nicht, dass ich mich beschwere! Mein angestrebter Ideal-Haltekorridor ist zwischen 55 und 57 Kilo. Und das ist nun in greifbare Nähe gerückt.

Das bedeutet, dass ich derzeit einen BMI von etwas über 22 habe. Also vollkommen normal im oberen Mittel. (Behalten wir das mal im Kopf: Oberes Mittel!)

Und trotzdem habe ich es gestern zum ersten Mal gehört. Das „M“-Wort. Magersucht. Und das ausgerechnet von meinem Vater, der rein optisch geschätzt noch nie einen Körperfettanteil von über zehn Prozent gehabt hat. Und nicht im Scherz gemeint, sondern als ernsthafte Sorge meiner Mutter gegenüber (nicht direkt zu mir. Empfängerorientierte Kommunikation war noch nie ein großes Ding in meiner Familie). Ich solle ja bitte nicht magersüchtig werden.

Nun ja. Was soll ich machen? Mein Vater ist niemand, mit dem ich über seelische Probleme sprechen würde. Das ist nicht böse oder bitter gemeint. Es ist einfach eine Feststellung. Man muss die Leute dort abholen, wo sie stehen. Und nicht dort, wo man sie gern stehen hätte.

Ich werde einfach weiter mein Ding machen und weiter nicht magersüchtig sein. Irgendwann versteht er es bestimmt.

Ganz davon ab, dass ich sowieso ab nächster Woche wieder deutlich schwerer sein werde. Zyklus und Training sei dank!

Aber ich weiß, dass mein eigentliches Gewicht eben 58,3 ist. Und nicht das, was mir das Wasser vorgaukeln will. Ich weiß, dass Abnehmen auch für mich funktioniert und dass ich es richtig mache. Oder zumindest im tolerablen Bereich falsch, wie bei allen Dingen.

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