Wassereinlagerungen

Test-Wasserballon

Wolftattoo_Test

Man kann in einer Überschrift mehrere Themen verbinden! Und das mit nur einem zusammengesetzten Wort!

Als erstes natürlich: Mein nächstes Tattoo. Die Waldnymphe hat mich fotografiert und ich habe meinen ersten Entwurf mal an die richtige Stelle platziert. Ob ich damit zufrieden bin, weiß ich noch nicht. Denn eigentlich wollte ich nie Tattoos an Stellen, die ich ohne die Hilfe mehrerer Spiegel nicht sehen kann. Die Stelle meiner Wahl – über dem rechten Beckenknochen – wurde aber generell als „echt prollig“ abgetan und nun bin ich verunsichert. Vielleicht fotografiere ich mich noch einmal, um den kompletten Bezug zum schon Vorhandenen auf dem rechten Arm zu haben.

Am Samstag wollte der Erklärfaun sowieso in unsere Tattoobutze, da könnte ich mich mal beraten lassen. Obwohl dort Samstags immer der Papst im Kettenhemd steppt und man ewig warten muss. Mal sehen.

Und als zweites Element der Überschrift: Wasser. Immer noch vier fucking Kilo davon auf den Rippen! Ich spüre es deutlich und komme langsam in die jetzt-nervt´s-Zone. Am besten eine komplette Woche ganz ohne Sport oder was? Das kann´s ja auch nicht sein!

Auf jeden Fall erstaunlich: Früher hätte ich behauptet, dass niemand solche Schwankungen merken könnte. Aber mittlerweile sind vier Kilo Wasser echt ein ganz anderes Lebensgefühl. Vor allem: Nicht nur, dass der Dreck am Bauch sitzt … nun reiben auch manchmal, wenn ich mich seltsam bewege, meine Oberschenkel beim Laufen wieder aneinander! Das geht mal gar nicht. Das muss aufhören. Aber was soll ich außer Brennnessel/Grüntee trinken und Sport ausfallen lassen noch machen? Wieder Defizit essen? Bringt bei Wassereinlagerungen grade mal überhaupt nichts, wäre also nur eine Panikreaktion.

Abwarten. Ruhig bleiben. Die Notausgänge befinden sich an den Seiten.

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Zu viel Sport?

Lord Vivec. Heute Abend ist wieder TESO-Dungeon-Zeit mit den drei Js!

Scheint fast so, denn die letzte Woche habe ich mehr als doppelt so viel herumgetobt wie normal (an den Statistiken des Imperators gut ablesbar) und bekam prompt die Quittung in Form von über drei Kilo (!!) Wasser extra, die heute Morgen auf der Waage grinsten.

Sehr stressig für mich und der Zwang, hektische Maßnahmen zu ergreifen, ist übermächtig. Aber einerseits passen mir alle meine Klamotten so gut wie immer (Wasser lagert sich bei mir meist am Bauch an und da hat es die Natur gut mit mir gemeint, der ist außerhalb der Wassersaison sehr fest und flach, da sehe ich dann selbst mit drei Kilo H2O nur ein bisschen schwanger aus) und andererseits … was soll’s? Sport tut mir seelisch gut, da kann das Fleisch ruhig mal jammern.

Trotzdem werde ich diese Woche etwas ruhiger planen. Heute einen Ruhetag – den ich auch brauche, weil ich mir gestern fünf Kilo mehr auf die Langhantel geschaufelt habe und der Muskelkater dementsprechend luxuriös ist. Vielleicht morgen noch einen Zweit-Ruhetag. Und dann ist diese kurze Woche schon fast wieder vorbei, ich kann Donnerstag bis Sonntag morgens Laufen gehen und außerdem haben wir ein aktives Programm vor. Die Saalburg besichtigen. Weil der Erklärfaun und ich solche Antikenfreaks sind. Und Freunde besuchen. Und all’ sowas.

Aber jetzt erst nochmal Arbeit. Ein paar Dinge sind in der finalen Phase und ich habe schwer den Überblick verloren, was zum Glück nicht schlimm ist. Die Kollegen kommen schon, wenn etwas ist.

Und ich würde diese Woche gern ein Bild für die Stories der Waldnymphe fertigbekommen. Die letzten zwei Wochen war dafür zu viel Hektik und ich habe es nur zu einer nicht befriedigenden Vorzeichnung geschafft, die zu sehr „mein Geschmack“ und zu wenig „ihre Beschreibung“ gesagt hat. Das will ich noch ändern.

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

vierundvierzigste Woche und 62 Kilo.

Ach, Mist. Die letzten drei Tage habe ich jeden Morgen 500 Gramm mehr gehabt. Bei gleichbleibendem Defizit. Blöde Wassereinlagerungen. Und mal wieder tappe ich völlig im Dunkeln, woran es liegen könnte. Vielleicht die Medikamente wegen der Erkältung, vielleicht die erste Zyklushälfte, vielleicht die Tatsache, dass ich seit einer Woche keinen Sport machen durfte … es ist und bleibt ein Rätsel.

Und das zum mal wieder denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Oder vielleicht zum perfekten Zeitpunkt? Zumindest fügt es sich harmonisch in eine sanfte mentale Abwärtsspirale, in der ich mich seit Mitte letzter Woche befinde.

Zuerst dachte ich, es läge am Kranksein. Aber langsam wird deutlich, dass tatsächlich die graue Ebene versucht, wieder in mein Gesichtsfeld zu kriechen. Ich wehre mich mit Händen und Füßen und dachte auch, ich hätte langsam ein geeignetes Instrumentarium, um sie zuverlässig abzuwehren … aber das war wohl ein typischer Fall von griechischer Tragödie („Hybris – Katharsis – Aus is“).

Das ist so frustrierend. Ich hatte geglaubt und gehofft, den Dreck für immer los zu sein …

Zumindest ein Lichtblick: Heute habe ich meinen monatlichen Termin bei der Ärztin. Das kann mir bestimmt helfen, rechtzeitig zu bremsen, bevor ich völlig hinfalle. Ich muss positive Kleinigkeiten sammeln:

  • Ich habe mir ein Pulloverkleid für den Messebesuch nächsten Freitag bestellt. Das sieht bestimmt schick aus.
  • Das langanhaltend kalte Wetter sorgt dafür, dass es im Sommer hoffentlich weniger Wespen und Schnaken geben wird.
  • Ich bin schon wieder fast gesund.
  • Am Donnerstag darf ich wieder Sport machen.

Klingt doch nach richtig viel. Jetzt muss ich es nur noch glauben!

Noch döööfer

The Invictus. A pirate ship from Tyros

Immer noch Halsschmerzen. Ich würde heute gern ins Training gehen … aber darf man das dann? Ich kann es ja mal probieren und falls ich anfange, mich elend zu fühlen, breche ich ab. Außerdem blöd: Noch mehr Wasser. Yay! 1,1 Kilo durch die Einlagerungen aus der Hölle. Das saugt Kamelhoden. Ist aber für die erste Zyklushälfte normal und deshalb sollte ich mich nicht anstellen. Tue ich natürlich trotzdem und mache low-key „mimimi“.

Langsam beginne ich, mich auf das erste Training mit freien Gewichten zu freuen. Ich werde noch anderthalb Monate Kraftausdauer aufbauen und mir dann Trainerstunden für die richtige Technik genehmigen. Nur noch sechs Wochen! Ich bin hibbelig und schaue mir schon Youtube-Tutorials für Kreuzheben und dergleichen an. Das ersetzt natürlich keinen Trainer – aber schafft noch mehr Vorfreude!

Ich könnte auch bei der Waldnymphe Stunden nehmen. Die macht das schließlich lange genug. Oder bei ihrem Trainingsbuddy H., den ich sowieso schon ewig mal kennenlernen wollte, weil er angeblich genau wie Alpha aussieht. Aber erst einmal normal im Gym bei den regulären Trainern.

Hach, die Vorfreude hilft sogar gegen die Halsschmerzen. Oder vielleicht ist es auch der Honig-Minz-Brennnesseltee (wie ich immer noch an die entwässernde Wirkung von Brennnesseltee glaube … putzig!).

Wirklich bizarr. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich Spaß an Sport habe! Dass ich mit Begeisterung trainieren gehe. Ich, die Person, die abends nach der Arbeit eigentlich immer nur vor dem Computer sitzen und zocken wollte! Was hat sich da in meinem Kopf geändert? Gar nicht zu reden davon, dass ich sogar an trainingsfreien Tagen immer mal wieder ein paar Liegestütze für die 50 Push-up-Challenge einschiebe, die ich auf Pinterest gefunden habe. Von den fünfzig bin ich natürlich noch weit entfernt – aber die Challenge ist ja auch auf etliche Wochen ausgelegt.

Etwas unsicher bin ich, was die Ernährung angeht. Gewicht zu reduzieren ist einfach – weniger rein als raus. Kraftausdauer im Defizit aufzubauen ist schon ein Eiertanz, scheint aber zu klappen, da ich doch recht gut steigern kann. Aber … was mache ich, wenn ich Muskeln aufbauen will? Über Bedarf essen? Und warum wird das dann zu Muskeln statt zu fett (nur durch Trainingsreiz)? Und nehme ich dann noch Fett ab oder bleibt der Pummel einfach über den wachsenden Muskeln hängen? Müsste ich also erst auf einen KFA von 20 oder so kommen, bevor ich überhaupt an Muskelaufbau denken kann, damit ich nicht einfach nur Kung Fu-Panda werde?

Fragen über Fragen! Und ob ich sie im Gym dem Trainer stellen kann weiß ich nicht. Ich muss es versuchen.

Hektische Betriebsamkeit

header_wren_wip

Wie man an obigem Work in Progress sehen kann, bin ich zumindest illustrationstechnisch wieder voll in der Spur. Das ist ein kleiner Ausschnitt der Outline für Wrens Header (um die Spannung zu erhalten – und weil noch nicht alle Outlines fertig sind – ist es nur ein winziges Detail. Das Ding links ist ein angeschnittenes „e“). Geht gut voran. Fehlt noch die zweite Hälfte und die Farbe. Das Weihnachtsgeschenk für die Waldnymphe ist auch schon im „buntisch“-Stadium und so bin ich trotz eines Ausflugs nach Porno-Zeichnungs-Land, den ich am Montag überraschend unternommen hatte, wirklich gut dabei.

„Gut dabei“ trifft es für den Rest aber nicht. Immer noch habe ich alles Wasser an mir und bin darüber sehr, sehr wütend. Ich versuche es mit zusätzlichen Cardio- (ich hasse Cardio …) und Eigengewichtsübungs-Einheiten. Dazu Brennnesseltee und massenhaft Wasser. Nichts hilft. Es wäre einfacher wenn ich wüsste, was ich falsch gemacht habe. Oder ob ich überhaupt etwas falsch gemacht habe. Ob es einfach kosmische Strahlung ist … Nein, ich muss etwas falsch gemacht haben. Und es fuchst mich wirklich, dass ich nicht weiß, was es ist!

Mir bleibt nichts übrig, als stoisch weiterzumachen. Einfach schwimmen.

Oder Rad fahren. Was weiß ich.

Gestern habe ich mein „Sorcerers Crusade“ von der Post abgeholt, weil der erratische DHL-Mensch nun wieder schmollt, gar nicht mehr im Haus klingelt und einfach alles ohne Zustellversuch zurück in die Filiale schleppt. Die extrem arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten (nicht) machten die Aktion zu einem spannenden Abenteuer.

Schon unter normalen Umständen ist es schwierig, bis um 18 Uhr dort zu sein. Trifft man um halb sechs ein, ringelt sich die Warteschlange einmal um den ganzen Raum. Nur natürlich, da die meisten Leute nun einmal bis 17 Uhr arbeiten. Hat man aber das Pech, dass in der Monsterbaustelle am Darmstädter Kreuz ein Unfall ist, man deshalb fast eine halbe Stunde im Stau steht, man noch dringend tanken muss (weil niemand sich morgens Benzin leisten kann. Weiß der Geier, warum der Dreck morgens so viel mehr kostet!) und man deshalb wie bekloppt das Fahrrad schnappt (kein Mensch möchte mit dem Auto zur Post. Schon gar nicht abends) und nach halsbrecherischer Tour de Force gerade noch kurz vor knapp ankommt … dann hat die Warteschlange nahezu ostblockhafte Ausmaße. Ich sollte wirklich das Angebot nutzen, mir Pakete in die Firma schicken zu lassen. Meine Kollegen tun dies schon eifrig … aber ich habe Hemmungen, da ja immer die Ladies von der Zentrale damit belastet werden, unseren Klimbim anzunehmen. Andererseits will ich auch nie, nie wieder in der Nachbarschaft verloren gegangenen Paketen nachjagen. Entscheidungen, Entscheidungen!

Egal wie – es war ermüdend, aber ich habe es geschafft und besitze nun mein Regelwerk. Übrigens in 1a-Zustand, dass das Ding als „gebraucht“ verkauft wird, liegt wirklich nur daran, dass es schon sehr lange out of print ist. Ich freue mich darauf, es zu lesen und mir einen Charakter zu bauen. Wenigstens etwas, das ich voll unter Kontrolle habe!

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

dreiunddreißigste Woche und 66,6 Kilo.

Das ist der heftigste Rückschlag, den ich bisher in der kompletten Abnahme hatte. Ein guter, satter Tritt gegen den Kopf und maximal demotivierend. Vor allem, da ich jeden verdammten Tag mindestens 500 Kalorien im Defizit war. 500 ist zwar ganz deutlich weniger Defizit als normal (ich war deshalb auch unzufrieden), aber definitiv keine zehntausend Kalorien im Plus!

Dass der Scheiß Wassereinlagerungen sind ist klar. Macht es aber nicht besser, da ich in all der Zeit noch nicht herausgefunden habe, wie ich diese sinnvoll zum Verschwinden bringe. Es wirkt völlig unbeeinflussbar und zufällig, wann die Dinger wieder gehen und sie bleiben gern auch mal mehrere Wochen.

Und ja, ich habe viele Dinge ausprobiert. Von Brennnesseltee bis zu viel zu viel Trinken war alles dabei. Die Wassereinlagerungen hat es nie gejuckt. Die gingen dann wieder, wann sie Bock hatten.

Das ist einfach wieder eine der Gelegenheiten, zu denen mein Körper Krieg gegen mich führt. Anlasslos und unberechenbar. Dabei eine hübsche Menge Verwüstung hinterlassend.

Aber diesmal nicht. Diesmal lasse ich nicht zu, dass mein beknackter Körperklumpen mir ein Beinchen stellt und mich Kopf voran in die graue Ebene schickt. Diesmal schlage ich zurück. Ich werde nicht in entsetzte Starre verfallen, sondern kämpfen. Immerhin habe ich die Kontrolle darüber, was der Körper an Nährstoffen bekommt. Und ich werde ihm zeigen, dass ich noch viel, viel wütender werden kann.

Weiterhin schön Vitamine, Mineralien, Omega 3. Dazu viel trinken. Aber ansonsten werde ich einmal sehen, wie weit ich den Rest herunterfahren kann, bis der Körper in die Knie geht.

Okay, das klingt ziemlich verrückt. Wäre mein Leben ein Disneyfilm, würde ich jetzt ein Lied mit dramatischer Beleuchtung und Schattenspiel im Hintergrund singen müssen („..be preeepaaaaared!!!“). Ich habe nicht vor, mich kaputt zu hungern oder sonstigen Schwachsinn zu veranstalten. Aber ich brauche das Gefühl, dass ich diejenige bin, die die Kontrolle hat. Und da ich genau dieses Bewusstsein durch diese fast zwei Kilo Wasser nicht mehr habe, muss ich etwas unternehmen.

Kontrollfreak nimmt ab. Muss ja so kommen!

Es ist natürlich auch eine Frage des Abstandes. In zwei, drei Monaten wird mir diese Woche (oder wie lange es auch dauern wird, bis ich wieder im Plan bin) sehr albern vorkommen.

Aber es ist noch nicht in zwei Monaten. Es ist jetzt und das gefällt mir nicht. Eigentlich hatte ich mich diese Woche fürs Krafttraining anmelden wollen. Aber das werde ich ganz sicher nicht tun, so lange ich eine Hosengröße mehr drauf habe.

Ich hasse es, wenn Dinge nicht nach Plan laufen.